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Ein Fest, das viele Nationen verbindet!
14. Internationale Militärmusik-Show in der Max-Schmeling-Halle lockte wieder 20.000 Fans nach Berlin
„Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat” – zu diesem Lied steht in der Karnevalszeit das Rheinland Kopf. Und was bieten da die Preußen? Da stehen einmal im Jahr, am ersten Wochenende im November, in der Max-Schmeling-Halle in Berlin die Hauptstädter und ihre vielen Gäste aus allen Teilen Deutschlands parat: Wenn die Trommeln, Pfeifen und Posaunen der Militärmusik-Korps zum größten Internationalen Militärmusikfest locken. Die 14. Show schien mal wieder Rekorde brechen zu wollen. 800 Musiker aus elf Nationen marschierten ein und begeisterten mehr als 20.000 Zuschauer mit einem ausgezeichneten Programm. Traditionelle Marschmusik der „Preußen”, der Belgier, Schweden, Finnen und der Esten, feierliche Hymnen aus Moskau und London, orientalisches Flair vom Bosporus, Fanfaren aus dem Land der Pharaonen, Swing und Jazz der Boys and Girls der 76th US Army Band. Zum Markenzeichen des Berliner Militärmusikfestes gehörte in diesem Jahr das Heeresmusikkorps 10 aus Ulm, das mit dem „Helenmarsch” einmarschierte und zum Finale zur angetretenen Formation des Wachbataillons im Fackelschein gemeinsam mit allen anderen Orchestern den „Alt Hannoverschen Zapfenstreich” blies.
Die 800 Musiker spielten am Schluss unter der Leitung von Oberst Dr. Michael Schramm, dem Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr. Das Marinemusikkorps Nordsee gewann die Herzen des Publikums mit flotten Rhythmen und Seemansromantik von der Waterkant. Und einig war man sich auf den Rängen auch wieder einmal, dass das „Drillteam” der Ehrenformation des Wachbataillons unter Leitung von Oberfeldwebel Alexander Kopp mit seiner einzigartigen Protokollshow zu den Highlights der Aufführungen am 1. und 2. November gehörte. Da treibt einem schon der Anblick des Übens mit dem Karabiner in den „Katakomben” der Halle Schweiß auf die Stirn. In großer Konkurrenz zu dieser Spitzen-Show behauptete sich die britische Motorradstaffel „Royal Signals White Helmets”. Die Männer der Fernmeldetruppe zeigten sensationelle Motorradakrobatik, rasten in Zentimeterabständen in der Mitte der Halle aneinander vorbei und hatten ihre Maschinen auch bei atemberaubenden Rückwärts-Fahrten fest im Griff.
Am Applaus gemessen, gehörten neben den Deutschen die Musiker der Finnischen Garde mit ihrem hohen konzertanten Niveau und das Musikkorps der schwedischen königlichen Leibgarde-Dragoner zu den Publikumslieblingen. Die Formation der Schweden in blau-weißer Uniform machte in der Schmeling-Halle einen genauso guten Eindruck wie bei ihrem Wachaufzug im äußeren Schlosshof von Stockholm. Exotischer klangen die Musikstücke des Mehter Musikkorps aus Bursa in der Türkei, dazu tanzten junge Schwertkämpfer.
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