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Auch zukünftig auf Reservisten angewiesen

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Brigadegeneral Jürgen Knappe

Erstmals hatte Brigadegeneral Jürgen Knappe das mit der Bearbeitung von Reservistenangelegenheiten beauftragte Fachpersonal der Landeskommandos und der unterstellten Verbände bis auf Bataillonsebene im Wehrbereich II zu einer Besprechung nach Mainz eingeladen. Absicht des Stellvertreters des Befehlshabers und Beauftragten für Reservistenangelegenheiten im Wehrbereich II war, im Dialog Lösungen zu finden, wie die Möglichkeiten der Beorderung in der Verstärkungs- und Personalreserve besser ausgeschöpft werden können. Ziel sei, die Beorderungsquote zu steigern.

Durch die Teilnahme der Stabsoffiziere und Feldwebel für Reservistenangelegenheiten der Landeskommandos sollte der Verbund zur freiwilligen Reservistenarbeit hergestellt und intensiviert werden. „Egal wie die Strukturen zukünftig aussehen mögen, wir sind auf Reservisten angewiesen“, verdeutlichte Brigadegeneral Knappe. Die Bundeswehr könne es sich nicht leisten, den gut ausgebildeten Zeitsoldaten einfach gehen zu lassen. „Wir müssen uns um jeden Einzelnen bemühen, um ihn für die Reservistenarbeit zu gewinnen“, so der Stellvertretende Befehlshaber, der dabei die Gewinnung von Reserveoffizieranwärtern als besondere Aufgabe herausstellte. Daher wolle er mit denen ins Gespräch kommen, deren tägliches Geschäft die Reservisten sind, um zu erkennen, wo es „Baustellen“ gibt und wo man sich verbessern kann.

Oberst i.G. Thomas HummGrößere Abbildung anzeigen
Oberst i.G. Thomas Humm

Als Grundlage für den Dialog standen mehrere Vorträge auf dem Tagungsprogramm. Zunächst ging Oberst i.G Thomas Humm, Abteilungsleiter G1 im Wehrbereichskommando II, gemeinsam mit seinem Sachbearbeiter für beorderungsabhängige Reservistenangelegenheiten im WBK II, Stabsfeldwebel Thomas Platt, auf die Beorderungszahlen ein. Hierbei machten sie deutlich, dass die organisatorischen Grundlagen für die Erhöhung der Beorderungen in der Personalreserve im Wehrbereich II geschaffen wurden. Nun gehe es darum, die Stellen weiter zu befüllen.

Die Personallage bei den Reserveoffizieren schilderte Oberstleutnant Achim Ebenau von der Abteilung V des Personalamts der Bundeswehr. So seien im Verantwortungsbereich des WBK II von 1657 Dienstposten 1090 besetzt. Oberstleutnant Martin Reitmaier von der Stammdienststelle der Bundeswehr stellte die neue Abteilung IV „Personalentwicklung Reservisten“ vor. Hier wird seit Ende letzten Jahres die Personalführung der beorderten Unteroffiziere und Mannschaften gewährleistet. Dieser Vortrag wurde von den Teilnehmern mit besonderem Interesse aufgenommen.

Die Tagungsteilnehmer vor dem Stabsgebäude des WBK IIGrößere Abbildung anzeigen
Die Tagungsteilnehmer vor dem Stabsgebäude des WBK II

Mit einem Vortrag von Andrea Kurz-Gutheil vom Leit-Kreiswehrersatzamt in Darmstadt begann der zweite Besprechungstag. Hierbei erläuterte sie die Neuregelung bei der Reservistenberatung durch Informations- und Beorderungsgespräche. Im gemeinsame Bemühen von Truppe und Wehrverwaltung werden hierbei Soldatinnen und Soldaten zum Ende der aktiven Wehrdienstzeit Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, ihre militärisch erworbenen Fähigkeiten sowie ihre späteren beruflichen Qualifikationen nutzbringend für die Bundeswehr als Reservistinnen und Reservisten einzubringen.

Abschließend ging Oberst i.G. Karl Georg Habel, Abteilungsleiter G3 im WBK II, auf die beorderungsunabhängige, freiwillige Reservistenarbeit im WBK II ein. Ziel sei es, mit attraktiven Veranstaltungen möglichst in der Öffentlichkeit die Bevölkerung mit dem Thema Bundeswehr in Verbindung zu bringen, auch und besonders gerade dort, wo aktive Truppe nicht mehr präsent ist. Schwerpunkt bleibe auch zukünftig die Wahrnehmung der Mittlerrolle für die Bundeswehr durch den Reservisten in die zivile Gesellschaft hinein. So könne der Stellenwert der Bundeswehr und ihrer Reserve in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und somit ein wichtiger Beitrag auch im Rahmen der Nachwuchsgewinnung geleistet werden. Pressestelle Wehrbereichskommando II

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 30.6.2010


 
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