BFD – wichtiger denn je

Im folgenden Artikel stellt uns StUffz d.R. Jörg Amthor seine positive Eingliederung dar.
Ich möchte Ihnen meine Eindrücke über die Möglichkeiten des Berufsförderungsdienstes während und nach meiner aktiven Zeit als Soldat schildern. Ich bin nach acht Jahren Dienstzeit als Stabsunteroffizier aus dem Dienst ausgeschieden.
Ich kann vorab nur sagen – die Nutzung des BFD-Angebots ist wichtiger denn je.
Ich begann meine aktive Laufbahn als Soldat am 1. März 2000. Mit 19 Jahren also entschied ich mich nach der Schule den Beruf des Soldaten zu wählen. Ich verpflichtete mich zunächst für vier und anschließend für acht Jahre. Als „ungelernter“ war mir jedoch klar, dass dieser Status innerhalb meiner Dienstzeit geändert werden musste, um in unmittelbarem Anschluss an meiner aktiven Laufbahn auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben.
Da ich weder Geschick noch großes Interesse an handwerklichen Tätigkeiten hatte, entschied ich mich eine Ausbildung zum Bürokaufmann zu absolvieren. Diese Möglichkeit bot mir der BFD berufsbegleitend in Form eines Abendschulseminars. Nach 15-monatiger Dauer absolvierte ich dann meine Abschlussprüfung bei der IHK und hatte somit auch einen Lehrberuf vorzuweisen.
Meine militärische Heimat war das BMVg, wo ich zunächst in der StDstKp und nach einer Umgliederungsmaßnahme im StQBMVg eingesetzt war. Anschließend führte mich mein Weg direkt auf einen Dienstposten im BMVg zu FüH/Pers. Dort war das Veranstaltungsmanagement Inhalt meiner täglichen Arbeit. Großveranstaltungen wie der Ball des Heeres, der Neujahrsempfang u.a. zählten zu meinem Aufgabengebiet. Somit konnte ich entsprechend meiner Berufsausbildung gewisse Erfahrungen sammeln.
Aufbauend auf der Ausbildung zum Bürokaufmann entschied ich mich nach intensiver Rücksprache mit dem BFD den Studiengang zum staatl. gepr. Betriebswirt zu besuchen. Ein Bildungsgang, welcher mich für vier Semester an den Schreibtisch fesselte und in Vollzeit in der Rheinischen Akademie zu Köln durchgeführt wurde. Zwischenzeitlich war meine aktive Zeit beendet, und nach erfolgreichem Abschluss fand ich den Weg in die zivile Wirtschaft.
Aufgrund der Ausbildung und meinen erlernten Fähigkeiten während des Studiums fand ich einen spannenden Arbeitsplatz in einer Werbeagentur. Von dem Konzept dieser Werbeagentur begeistert schlug ich ein Jahr später den Schritt in die Selbstständigkeit ein und konnte als freier Mitarbeiter einer Agentur weitere Erfahrungen in der Werbebranche sammeln. Heute bin ich Geschäftsführer der smartmedien GmbH mit Sitz in Bonn. Einer der Schwerpunkte unseres Hauses ist die Erstellung ansprechender Unternehmens- und Imagebroschüren zum Nulltarif.
Ich kann resümierend festhalten, dass mein beruflicher Werdegang ohne die Zuarbeit des BFD und die dadurch gegebenen Möglichkeiten niemals eine solche Entwicklung hätte nehmen können. Selbstverständlich wird man nicht zum Glück gezwungen, jedoch mit ein wenig Engagement und Fleiß kann man einen erfolgreichen Schritt in die zivile Wirtschaft gewaltig erleichtern.
