Sei es in den Einsätzen oder in der Heimat: Ohne hochmotivierte Reservisten würde der Dienstbetrieb längst nicht so reibungslos verlaufen. Foto: dpa

Sei es in den Einsätzen oder in der Heimat: Ohne hochmotivierte Reservisten würde der Dienstbetrieb längst nicht so reibungslos verlaufen. Foto: dpa

27.10.2017
ako

Die Reserve bleibt unverzichtbar!

Die Bedeutung der Reservisten hat im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr zugenommen: Aufgaben und Verantwortungsbereiche wurden erweitert. Die Reserve bleibt unverzichtbar für die Sicherheitsvorsorge Deutschlands, besonders auch im Bereich des Heimatschutzes. Ohne die hochmotivierten Reservisten würde der Dienstbetrieb im Inland, aber auch in zahlreichen Auslandseinsätzen nicht so reibungslos gewährleistet werden können.

Während der 19. Hauptversammlung im November 2013 haben die Delegierten den Antrag XI / 09 angenommen, mit dem Wortlaut: „Der Bundesvorstand soll durch organisatorische Maßnahmen dafür sorgen, dass die Leitungsfunktion für Reservistenangelegenheiten zukünftig auf Bundesebene durch den Vorsitzenden Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene oder dessen Stellvertreter wahrgenommen werden." Der Auftrag der Delegierten wurde sofort umgesetzt.

Auf der 2. Bundesvorstandssitzung wurde ich als stellvertretender Vorsitzender der Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen im Bundesvorstand mit der Führung der Arbeitsgruppe Reservisten, die einmal jährlich tagt, und dem Themenbereich Reservistenangelegenheiten beauftragt. Erfreulich ist die Mitgliederentwicklung in diesem Zeitraum: Hatten wir am 1. Januar 2014 noch 25.095 Mitglieder im Status „d.R.“, so haben wir am 1. Oktober 2017 mit 28.937 Mitgliedern den höchsten Stand in den letzten Jahren erreicht.

In den vergangenen vier Jahren sind gravierende Verbesserungen für die Reservistendienst Leistende (RDL) eingetreten, ich will nur einige nennen. Eine neue Zentralrichtlinie A2-1300/0-0-2 „Die Reserve der Bundeswehr" ist mit vielen positiven Impulsen in Kraft gesetzt worden.

  • Ein neues Reservisten- und Veteranen-Referat wurde im BMVg geschaffen, mit dem der DBwV eine enge Zusammenarbeit pflegt.
  • Die wehrmedizinische Begutachtung wurde für Reservedienstleistende neu geregelt. Damit ist eine jahrelange Forderung des DBwV erfüllt worden und eine Vereinfachung für unsere RDL entstanden.
  • In den TSK/OrgBereichen haben die stellvertretenden Inspekteure einen aktiven Reservisten als Berater an die Seite bekommen.
  • Das Unterhaltsicherungsgesetz (USG) wurde überarbeitet und mit vielen Verbesserungen in Kraft gesetzt, was zur Folge hatte, dass sich der Reservistendienst wieder finanziell lohnt und der Bedarf an Stellen Res eine noch nie da gewesene Steigerung erlebt. Für 2017 sind mehr als 3500 Stellen vorgesehen, während noch 2015 kaum 2100 Stellen Res genutzt wurden.

Mit der Ausgabe der neuen Zentralrichtlinie „Die Reserve der Bw“ wurde auch das Thema Reservistenausweis mit integrierter UTE geregelt, was zu vielen nachvollziehbaren Klagen bzw. Beschwerden führte. Ein kostenpflichtiges, polizeiliches Führungszeugnis wurde gefordert; ebenso eine Erklärung zu freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Mit Ihrer Unterstützung durch viele Briefe oder E-Mails aus den Kameradschaften ERH konnten wir zum Wegfall dieser Erschwernisse beitragen. Mit dem „Wir“ meine ich die gute Zusammenarbeit mit den ERH Vorsitzenden aus den Landesverbänden und natürlich die gute Arbeit im Referat R6 der Bundesgeschäftsstelle in Berlin.

Zurzeit läuft die Beantragung des Ausweises für Reservistinnen und Reservisten in den Landeskommandos unterschiedlich gut, mit teilweise langen Bearbeitungszeiten. Auch in der Zukunft werden uns die Reservistenthemen beschäftigen, denn es gibt noch genug zu tun: Die weitere Verbesserung des USG. Eine angemessenere Absicherung von Reservisten in der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Eine bedarfsgerechte Zuweisung von Stellen Res. Dies sind nur einige Beispiele für das, was wir gemeinsam - für unsere Mitglieder - unermüdlich anpacken werden.
Ihr
Armin Komander

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