Bundeswehr-Soldaten tragen am 10. Juni 2003 auf dem militärischen Teil des Köln-Bonner Flughafens den Sarg eines gefallenen Kameraden. Vier deutsche ISAF-Soldaten waren drei Tage zuvor in Kabul einem Selbstmordanschlag zum Opfer gefallen. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | MICHAEL SOHN

Bundeswehrsoldaten tragen am 10. Juni 2003 auf dem militärischen Teil des Köln-Bonner Flughafens den Sarg eines gefallenen Kameraden. Vier deutsche ISAF-Soldaten waren drei Tage zuvor in Kabul einem Selbstmordanschlag zum Opfer gefallen. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | MICHAEL SOHN

07.06.2021
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Vor 18 Jahren fielen vier deutsche Soldaten in Kabul

Die deutschen Soldaten waren gerade am Ende ihres Einsatzes angelangt: Über den Flughafen von Kabul sollte es am Pfingstmontag zurück in die Heimat gehen. Doch dazu kam es nicht. Auf dem Weg zum Flughafen sprengte sich ein Selbstmordattentäter neben dem Bundeswehr-Bus in die Luft. Vier Soldaten wurden an diesem 7. Juni 2003 in den Tod gerissen, 31 weitere Menschen erlitten zum Teil schwerste Verwundungen.

Oberfeldwebel Carsten Kühlmorgen, Oberfähnrich Andrejas Beljo, Feldwebel Helmi Jimenez-Paradis und Stabsunteroffizier Jörg Baasch starben in den Trümmern des ungepanzerten Busses. Nur wenige Tage zuvor war der Stabsgefreite Stefan Kamins gefallen, als sein „Wolf“ auf eine Landmine fuhr.

In der Anfangsphase der Afghanistan-Mission hatte die Bundeswehr nur wenige gepanzerte Fahrzeuge im Einsatz. Das sorgte für viel Kritik – auch vom Deutschen BundeswehrVerband. Mit der Zeit erhielt die Bundeswehr mehr geschützte Fahrzeuge, aber es dauerte trotz vieler weiterer Opfer noch Jahre, bis sich die politischen Verantwortungsträger In Deutschland dazu durchrangen, zumindest von „kriegsähnlichen Zuständen“ am Hindukusch zu sprechen.
 
Die gefallenen und verwundeten Kameraden in würdiger Erinnerung zu behalten und ihrer immer wieder zu gedenken, ist dem DBwV ein Anliegen von höchster Priorität. All die Frauen und Männer, die bei der Verteidigung von Freiheit und Demokratie ihr Leben verlieren oder zu Schaden kommen, dürfen niemals in Vergessenheit geraten.

 

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