23.06.2020
dpa

Nato-Generalsekretär: Deal zu Atomwaffen ist wichtig für ganze Welt

Brüssel. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die zwischen den USA und Russland begonnenen Gespräche über die Rettung des letzten großen Abrüstungsabkommens als wichtig für die gesamte Welt bezeichnet. «Rüstungskontrolle ist der beste Weg, um ein neues Wettrüsten zu verhindern», sagte der Norweger am Dienstag bei einer Veranstaltung der US-Stiftung German Marshall Fund of the United States (GMF) in Brüssel. Zugleich reduziere sie auch das Risiko des Gebrauchs von Atomwaffen und mache damit alles sicherer.

«Ich begrüße es, dass sich Russland und die Vereinigten Staaten jetzt zusammensetzen und schauen, wie eine Vereinbarung über Rüstungskontrolle erzielt werden kann», erklärte Stoltenberg. Nun müsse sich auch noch China beteiligen. Man gehe davon aus, dass China die Zahl seiner Atomsprengköpfe innerhalb eines Jahrzehntes verdoppelt haben werde.

Bei den Gesprächen zwischen den USA und Russland geht es um die Zukunft des New-Start-Vertrags zur Begrenzung des nuklearen Potenzials der USA und Russlands. Er läuft nach derzeitigem Stand im Februar 2021 aus. Die USA versuchen bei den Verhandlungen auch China einzubeziehen. Das Land weigert sich bisher aber strikt, über sein wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.

Die Gespräche zwischen den USA und Russland hatten am Montag mit einer ersten Verhandlungsrunde in Wien begonnen. Vor einer nächsten Runde sollen nun technische Fragen in Arbeitsgruppen geklärt werden.