In einer Sondersitzung hat der Bundesrat am 18. Januar der Verdoppelung der Zahl der Kinderkrankentage abschließend zugestimmt. Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka

In einer Sondersitzung hat der Bundesrat am 18. Januar der Verdoppelung der Zahl der Kinderkrankentage abschließend zugestimmt. Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka

20.01.2021
DBwV

Mehr Kinderkrankentage für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer im Jahr 2021

Der Bundestag hat die Verdoppelung der Zahl der Kinderkrankentage für gesetzlich Versicherte beschlossen (Drucksache 19/25868). Zur Entlastung der berufstätigen Eltern gilt der Anspruch auf Kinderkrankentagegeld im Rahmen der Sars-CoV-2-Pandemie nicht mehr nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas oder Schulen pandemiebedingt geschlossen sind oder die Betreuung durch Aufhebung der Präsenzpflicht eingeschränkt ist. Mit Beschluss vom 18. Januar 2021 hat der Bundesrat der hierfür erforderlichen Änderung des § 45 SGB V abschließend zugestimmt. Die Regelung tritt rückwirkend zum 5. Januar 2021 in Kraft.

Durch den neu eingefügten § 45 Abs. 2 a) SGB V steigt der Anspruch auf Kinderkrankentagegeld von 10 auf 20 Tage pro Elternteil für jedes Kind und damit für Eltern zusammen auf insgesamt 40 Tage je Kind im Kalenderjahr 2021. Für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch je Kind von 20 auf 40 Tage im Kalenderjahr 2021.

Eltern oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben insgesamt Anspruch auf bis zu maximal 80 Kinderkrankentage im Kalenderjahr 2021. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch um zehn Tage auf insgesamt maximal 90 Tage, unabhängig davon ob noch weitere Kinder in der Familie leben.

Anspruchsberechtigt sind nach § 45 Abs. 1 SGB V berufstätige Eltern, wenn folgende Voraussetzungen kumulativ vorliegen:

  • Die Elternteile sind gesetzlich krankenversichert.
  • Die Eltern haben selbst einen Anspruch auf Krankengeld.
  • Das Kind hat das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet oder ist behindert und auf Hilfe angewiesen.
  • Es gibt keine andere im Haushalt lebende Person, die das Kind betreuen kann.

Der Nachweis des Betreuungsbedarfes aufgrund der Erkrankung des Kindes erfolgt regulär gegenüber der Krankenkasse mit einer Bescheinigung des behandelnden Arztes. Bei der Betreuung des Kindes aufgrund von Schließzeiten oder der Aufhebung der Präsenzpflicht in der Kita oder Schule, beantragen Eltern das Kinderkrankengeld gleichfalls bei ihrer Krankenkasse.

Der Deutsche BundeswehrVerband begrüßt die schnelle und unkomplizierte Gesetzesänderung des § 45 SGB V. Hierdurch wird den gesetzlich Versicherten ein flexibles Handlungsinstrument zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Zeiten der Sars-CoV-2-Pandemie an die Hand gegeben, mit dem der Lohnausfall infolge der Kinderbetreuung abgemildert werden kann.

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