10.08.2017
czi

Entspannung der Lage bei den Stellen für Reservisten

Im Verbandsmagazin vom Juli 2017 haben wir bereits über die erneuten Engpässe bei den zur Verfügung stehenden Stellen für Reservisten (Stellen Res) berichtet. Das BMVg ist das Problem inzwischen angegangen: Der Abteilungsleiter FüSK, Generalmajor Klaus von Heimendahl, informierte am 21. Juli über die getroffenen Maßnahmen zur Auflösung der Engpässe. Die Leitung des BMVg genehmigte demnach eine planerische Überschreitung der zur Verfügung stehenden Stellen Res um bis zu zehn Prozent. Dadurch werden eine höhere Flexibilität bei der Planung von Reservistendiensten und eine vollständige Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Mittel erreicht. Quasi als Synergieeffekt wird die Möglichkeit für weitere Reservistendienste geschaffen, so dass die durch die Organisationsbereiche aufgezeigten zusätzlichen Bedarfe gedeckt werden können.

Das sind zunächst gute Nachrichten für die betroffenen Reservisten, denn es scheint, dass die Kohlen erneut aus dem Feuer geholt wurden. Es sollte allerdings nicht zur Regel werden, dass ein haushalterischer Mangel an Stellen Res quasi nur mit dem letzten Mittel des Überschreitens der ursprünglichen Planungen aufgefangen werden kann. Dies würde die Gefahr in sich bergen, dass ein Teil der Reservisten immer erst „verprellt“ werden würde, bis später Abhilfe geschaffen werden kann.  

In jedem Fall lässt sich anhand der gestiegenen Bedarfe erkennen, dass der Reservistendienst deutlich an Attraktivität gewonnen hat. Einen großen Anteil daran haben sicherlich die verbesserten Leistungen im Rahmen des neuen Unterhaltssicherungsgesetzes (USG) und die Möglichkeit, bis zu zehn Monate im Jahr zu üben. Folgerichtig wurden die geplanten Stellen Res von 2.500 in 2016 auf über 3.000 in diesem Jahr und 3.500 für 2018 erhöht. Um eine Überlastung der Strukturen in der Reserve auszuschließen, kommt es nun darauf an, die zuständigen Bereiche - von der Personalführung der Reservisten bis hin zur Abrechnung der USG-Leistungen - angemessen mitwachsen zu lassen.