Oberstabsfeldwebel a.D. Rudolf Schmelzer (l.) im Interview mit Oberstleutnant a.D. Andreas Schnellbach Foto: LV West

Oberstabsfeldwebel a.D. Rudolf Schmelzer (l.) im Interview mit Oberstleutnant a.D. Andreas Schnellbach Foto: LV West

07.03.2017
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Familienbetreuung unverzichtbar für Einsatzarmee

Familienbetreuung bei einer Einsatzarmee ist ständig auch im Fokus der Verbandsarbeit. Im LV West betreut der stellvertretende Landesvorsitzende, Oberstabsfeldwebel a.D. Rudolf Schmelzer dieses Thema. Nach seinem Besuch  einer Veranstaltung in Koblenz Lahnstein befragte ihn der Pressebeauftragte des LV West, Oberstleutnant a.D. Andreas Schnellbach zu seinen Eindrücken.

AS: Herr Schmelzer, sie waren in ihrer Funktion als stellvertretender Landesvorsitzender West bei der Familienbetreuungsveranstaltung in Koblenz Lahnstein. Konnten Sie dort neue Erkenntnisse gewinnen?

Schmelzer: Nein, neue Erkenntnisse nicht. Alte wurden bestätigt. Ich habe gespürt, wie wichtig die Arbeit der Familienbetreuungszentren ist.

AS: Hat sich gegenüber der Hochzeit des Afghanistaneinsatzes etwas verändert?

Schmelzer:  Nein, nach wie vor sind viele Soldatinnen und Soldaten in den Einsätzen und deren Familien müssen betreut werden. Flächendeckende Familienbetreuung ist Teil der Einsatzarmee Bundeswehr. Wir brauchen die Quantität und die Qualität der Familienbetreuung, gerade weil die Bundeswehr in weltweite Einsätze gebunden ist.

AS: Und wie sehen die Angehörigen das?

Schmelzer: Genauso. Die können zum Teil nicht mehr als 100 Km zurücklegen um an dieser Betreuung teilzuhaben. Ich konnte mich davon überzeugen wie wichtig solche Veranstaltungen mit Information, Möglichkeit des Austausches bis hin zu Programmpunkten der Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Koblenz ist.

AS: Nun gibt es ja Überlegungen, den FBZ zusätzliche Aufgaben der Betreuung in den Standorten zuzuweisen. Was halten sie davon?

Schmelzer: Ich halte das für kontraproduktiv. Die sogenannte „offene Betreuung“ kann  nicht von bestehenden FBZ übernommen werden. Jeder Standort muss individuell für sich festlegen wie groß der Bedarf, also auch der Umfang, der offenen Betreuung vor Ort sein muss, sein soll. Dann muss festgelegt werden wieviel „Manpower“, also Dienstposten dafür benötigt werden. FBZ sind über den Standort hinaus, also überregional tätig, deshalb sind und sollten sie auch weiterhin nicht einem „Standort“ unterstellt sein.

Die gehören zu den Landeskommandos. Deren ursächliche Aufgabe ist eben die Betreuung der Familienangehörigen der Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz sind. Mir und anderen auch, wäre es recht, wenn die einsatzgleichen Verpflichtungen und die langen Übungsaufenthalte weg vom Heimatstandort auch dazu zählen würden. Der DBwV wird die Entwicklungen wie alles andere auch kritisch und konstruktiv begleiten.

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