Spezialschulungen für Personalratsmitglieder

Die Ausbildung der Personalräte für ihre Aufgaben erklärt sich selbst: Nur wer seine Rechte kennt und beherrscht, kann für die Beschäftigten und die Dienststelle wirlich etwas bewegen. Professionelle Personalvertretung umfasst nicht nur, seine Rechte auszuüben, sonder auch deren Grenzen zu respektieren. Diese Ausbildung ist also sicher für jedes Mitgleid sinnvoll, schon weil nicht alle Mitglieder ihr Amt mit den gleichen Vorkenntnissen antreten.

Etliche Schulungen sind freilich mehr als das. Seit langen Jahren haben die Verwaltungsgerichte immer wieder betont, dass gründliche Schulungen für Personalräte unbedingt notwendig sind, wenn diese ernsthaft versuchen möchten, mit der Verwaltung "auf Augenhöhe" zu verhandeln. Auch Schulungen sollen indes nicht Konflikte schüren, sondern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gerade dadurch voran bringen, dass Fehler vermieden oder wenigstens vermindert werden, weil beide Seiten ihre Rechte und Pflichten kennen.

Daher ist eine "Grundschulung" über das Personalvertretungsrecht notwendig und vom Dienstherrn zu übernehmen für jedes ordentliche Personalratsmitglied sowie bestimmte Ersatzmitglieder; üblich sind hier Seminare von einer Woche.

"Notwendig" im Sinne des Gesetzes sind aber auch "Spezialschulungen". Dies sind Seminare, welche vertiefte Kenntnisse vermitteln zu Rechtsfragen und Arbeitsgebieten, die für den jeweiligen Personalrat in der praktischen Arbeit von Bedeutung sind. Sie können sich auf sämtliche gesetzlichen Aufgaben des Personalrats beziehen, soweit sich dies in der konkreten Arbeit der Dienststelle wieder findet. Die Seminare des MGI sind qualitätsgesichert und von den Verwaltungsgerichten als notwendig anerkannt. Jeder anspruchsberechtigte Personalrat kann zu einer Spezialschulung mindestens ein Mitglied entsenden, bei besonderem Bedarf auch mehr.

Arbeitsgrundlage ist hier insbesondere der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 26.2.2003 - 6 P 10.02.

Unterlagen zur Anmeldung bestellen Sie bitte per FAX mit dem Formular "Anhang 1"


Arbeitssicherheitsrecht und Prävention - Aufgabe der Personalräte der Bundeswehr

"ARBEITSSICHERHEIT" ist mehr denn je eine wichtige Aufgabe für Personalräte. Der Einfluss der psychischen Belastungsfaktoren belastet zunehmend auch die Menschen in den Streitkräften. Die Reduzierung dieser Störgrößen ist auch Aufgabe der Personalräte.

Auf Basis der gesetzlichen Grundlagen haben der Dienststellenleiter, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt und der Personalrat zusammenzuarbeiten. Diese Kooperation findet ihren Niederschlag in der Gestaltung von Arbeitsplätzen, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen, also vollumfänglich im Dienstbetrieb. Hier kann nur der "wissende" Personalrat seine Kreativität entfalten.

Da das Gesamtgebiet Arbeitssicherheit der Mitbestimmung unterliegt, hat der Personalrat auch eine besondere Verantwortung. Unser Ziel ist es, dem Grundgedanken der Prävention folgend, sie darin zu bestärken, die handelnden Personen zu unterstützen.

Erfahrene Juristen, Betriebsärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Personalräte bereiten Sie auf diese Aufgabe vor.

Dauer:Eine Woche.
Ort:Königswinter
Leiter:Hauptmann a.D. Uwe Rossow,
Verbandsbeauftragter für Beteiligungsrechte des DBwV im LV Süddeutschland, Fachkraft für Arbeitssicherheit

Geschäftsführung im Personalrat

Nur eine ordnungsgemäße Geschäftsführung sichert Ihnen einen optimalen und reibungslosen Ablauf Ihrer Personalratsarbeit im Plenum, in den Ausschüssen und in Ihrer täglichen Arbeit im Personalratsbüro. Nach Ansicht der Gerichte ist dieses Seminar in jedem Personalrat (regelmäßig für 1 Mitglied) erforderlich.

  • Wie sind Einladungen, Tagesordnungen und Niederschriften zu verfassen? Wer muss sie wann erhalten? Wer unterschreibt sie?
  • Wer ist Hausherr bei Ihren Personalversammlungen? Wie gestaltet man die wichtigen Versammlungen?
  • Wenn schon Beschlussverfahren vor dem Verwaltungsgericht, wie müssen die entsprechenden Beschlüsse formuliert sein?
  • Wann macht es Sinn, diesen Weg zu beschreiten?

Das sind nur einige der wichtigen Fragen, die wir Ihnen beantworten.

Dauer:Eine Woche.
Ort:Königswinter
Leiter:Stabsfeldwebel a.D. Frank Kaiser,
Verbandsbeauftragter Beteiligungsrechte im LV Nord des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V.

Mobbing

Mit der zunehmenden Arbeitsverdichtung auch im öffentlichen Dienst, ständigem Personalabbau, Rationalisierung usw. verstärken sich Konflikte der Beschäftigten untereinander.

Hier ist der Personalrat besonders gefordert, sich um die Kollegen zu kümmern, die derartigen psychischen Druck - "Mobbing" genannt - nicht aushalten. Es handelt sich um eine anerkannte Spezialschulung (OVG Schleswig vom 7.4.2003 - 11 LB 3/02).

Dauer:Eine Woche.
Ort:Königswinter
Leiter:Kapitänleutnant Uwe Sonntag,
Vorsitzender BPR im Marinekommando

Burn Out, eine neue Volkskrankheit?

Hohe Arbeitsbelastung; schlechte Arbeitsbedingungen; Zeitdruck oder ein zu großes Pensum in einem zu eng gesteckten Zeitrahmen, schlechtes Arbeitsklima; wenig tragfähige Beziehungen zu den Mitarbeitern; wachsende Verantwortung; Nacht- und Schichtarbeit, vor allem dort, wo man sich nicht arbeitsphysiologischen Erkenntnissen anpassen will oder kann; unzulängliche materielle Ausstattung des Arbeitsplatzes; schlechte Kommunikation unter allen Beteiligten; zu geringe Unterstützung durch den Vorgesetzten; wachsende Komplexität und Unüberschaubarkeit der Arbeitsabläufe und -zusammenhänge; unzureichender Einfluss auf die Arbeitsorganisation; Hierarchieprobleme; Verwaltungszwänge; Verordnungsflut; Termin- und Zeitnot; unpersönliches, bedrückendes oder intrigenbelastetes Arbeitsklima, ferner ständige organisatorische Umstellungen, ohne die Betroffenen in Planung und Entscheidung einzubeziehen, bei Misserfolgen aber verantwortlich zu machen; zunehmende, immer neue und vor allem rasch wechselnde Anforderungen; zuletzt die wachsende Angst vor Arbeitsplatzverlust u.a.m.

Dienststellenleiter und Vorgesetzte aller Ebenen sind verantwortlich für die gesundheitliche Unversehrtheit der Ihnen anvertrauten Beschäftigten. Aber auch Personalräte haben die Pflicht, die Augen offen zu halten.

In diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie erste Anzeichen für ein drohendes Burn-out frühzeitig erkennen können. Sie entwickeln ein Gespür für besonders gefährdete Personen und für Burn-out verstärkende Rahmenbedingungen. Außerdem erarbeiten Sie, wie eine geeignete Analyse durchgeführt wird und wie Sie Veränderungen einleiten oder anregen können.

Mit dieser Schulung möchten wir nicht nur Personalratsmitgliedern der Bundeswehr ansprechen sondern auch die Gleichstellungsbeauftragten, die Schwerbehindertenvertretung und auch Dienststellenleiter oder ihre Vertreter sind herzlich willkommen!

Dauer:4 Tage
Ort:Königswinter
Leiter:Kapitänleutnant Uwe Sonntag,
Vorsitzender BPR im Marinekommando

Erfolgreiche Zusammenarbeit des Personalrates mit der Schwerbehindertenvertretung

Die Schwerbehindertenvertretungen werden auf allen Ebenen neu gewählt und werden ihre Arbeit oftmals personell verändert aufnehmen. Nun heißt es, die Arbeit zwischen dem Personalrat und der jeweiligen Schwerbehindertenvertretung (Haupt- Bezirks- Örtlicher- ) erfolgreich zu gestalten. Hierzu bieten das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG), das Sozialgesetzbuch IX (SGB) und der Fürsorgeerlass verschiedene Anknüpfungspunkte.

Unsere Juristen, erfahrene Personalräte und Vertrauenspersonen der schwer behinderten Menschen bieten Ihnen dazu kompetente Hilfe und Lösungsmöglichkeiten an.

Diese Spezialschulung richtet sich an die Vertrauenspersonen der schwer behinderten Menschen, aber auch gleichermaßen an die Vertreter des Personalrates.

Dauer:Drei Tage.
Ort:Königswinter
Leiter:Hauptmann Christoph Pompino,
Verbandsbeauftragter Beteiligungsrechte im
LV Ost des Deutschen BundeswehrVerbandes e.V.

Konflikte in der Dienststelle – konstruktiv lösen

Mit Konflikten werden wir täglich konfrontiert.

In Planung

Dauer:Eine Woche.
Ort:Königswinter

Personalratstätigkeit in Gesamtpersonalräten

Die Arbeit im örtlichen Personalrat ist regelmäßig der Einstieg in die Personalratsarbeit. Gesamtpersonalräte stellen ihre Mitglieder allerdings vor besondere Aufgaben. So ist die Zuständigkeitsabgrenzung und das Verfahren für die Zusammenarbeit zwischen ihnen und den konkret betroffenen örtlichen Personalräten nach § 82 BPersVG häufig durchaus schwierig; in der Bundeswehr kommen dann die Sonderverfahren nach § 92 BPersVG sowie sehr unübersichtliche Zuständigkeitsverteilung auf der Dienstseite hinzu, welche die Arbeit für die Personalräte extrem kompliziert gestalten.

Die dafür nötigen präzisen und spezifischen Kenntnisse erhalten Sie von Profis der Personalratsarbeit und der Rechtsberatung.

"Aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Arbeitsrecht"

Die "Neuausrichtung der Bundeswehr" hat nachhaltige Veränderungen in der Bundeswehr zur Folge gehabt. Man könnte auch sagen – kaum "ein Stein ist auf dem anderen geblieben". Vieles ist noch im Umbruch, vieles Neue ist schon auf die Menschen in der Bundeswehr zugekommen.

Diese bereits eingetretenen, aber auch die noch kommenden Veränderungen, stellen viele Kolleginnen und Kollegen vor teils erhebliche Herausforderungen. Diese Herausforderungen wollen im Hinblick auf eventuelle Folgen sorgsam abgearbeitet werden!

Dies ist ohne das entsprechende "know how" bei den Gremien und Personen, welche Ansprechpartner dieser Menschen sind, nicht zu leisten!

Personalvertreter, Dienststellenleiter, Gleichstellungsbeauftragte, Schwerbehindertenvertreter aber auch alle diejenigen, welche im täglichen Dienst mit den Angelegenheiten von Arbeitnehmern zu tun haben - sei es als zivile Kollegin/ ziviler Kollege oder als Soldatin/ Soldat - werden hier, wie bisher, weiterhin verstärkt gefordert sein.

Im Hinblick auf die hohe Verantwortung gegenüber den Auskunfts- und Hilfesuchenden, ist es zwingend erforderlich, sich, bezüglich einer kompetenten Auskunfts- und Handlungssicherheit und bei der Bearbeitung möglicher Problemfälle, immer wieder neu "auf einen aktuellen Wissensstand" bringen zu lassen.

Die Kolleginnen und Kollegen erwarten eine adäquate Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Probleme.

Die Kenntnis der jeweils aktuellen Entwicklung in Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Arbeitsrecht ist dabei unverzichtbar. Ein "gesundes Halbwissen" reicht hierbei nicht aus.

Das Seminar "Aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Arbeitsrecht" bietet hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, den eigenen Wissensstand zu aktualisieren und sich für die anstehenden Aufgaben fit zu machen.

Aktuelle Informationen in Rechtsprechung und Gesetzgebung, zu Themen wie Themen durch die Juristen AB, um nur einige Beispiele zu nennen, werden durch, im Arbeits- und Beteiligungsrecht, erfahrene Juristen und Fachleute vermittelt.

Personalvertretung in zivilen Dienststellen

Sie sind Personalratsmitglied im Bereich einer zivilen Dienststelle, z.B. in einem Bundeswehrdienstleistungszentrum, beim Bundesamt für Personalmanagement, beim Bildungszentrum; beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr oder beim Bundesamt für Infrastruktur Umweltschutz und Dienstleistungen oder deren Dienststellen, dann gibt es zahlreiche Besonderheiten in Beteiligungsangelegenheiten die Sie beachten müssen.

Wir vermitteln Ihnen die Abgrenzung der Beteiligung nach dem Bundespersonalvertretungs- und dem Soldatenbeteiligungsgesetz. Sie erfahren Einzelheiten zur Rechtstellung der Soldatenvertreter in zivilen Dienststellen. Wir führen ein, in den "Dresdner Erlass" und seine Auswirkungen auf die Vorgesetztenverordnung.

Als Personalrat in einer zivilen Dienststelle müssen sie wissen, wer der Beauftragte für Angelegenheiten des militärischen Personals und wer Disziplinarvorgesetzter ist. Wollen Sie erfolgreich als Gruppensprecher der Soldaten in einem Vorstand mitarbeiten, vermitteln wir Ihnen das Handwerkzeug hierfür. Unsere Juristen versetzen Sie in Lage die Besonderheiten in den Beteiligungsverfahren einer zivilen Dienststelle rechtssicher anzuwenden.

Diese Schulung erfüllt den Ausbildungsanspruch nach § 51 Abs. 3 Satz 2, § 19 Abs. 4 SBG für Soldatenvertreter, die diese Ausbildung nicht unverzüglich (binnen 2 Monaten ab der Wahl, s. ZDv A-1472/1) erhalten haben.

Spezialschulungen 2017

WocheDatumSchulungOrtLeiter
13.27.03. – 31.03.17Geschäftsführung im PersRat (ausgebucht)KönigswinterHr. Kaiser
19.08.05. – 12.05.17Geschäftsführung im PersRatKönigswinterHr. Kaiser
28.10.07. – 14.07.17Mobbing in der BwKönigswinterHr. Sonntag
37.11.09. – 13.09.17Gesprächsführung (in Planung)KönigswinterHr. Stöcker
38.18.09. – 21.09.17Burnout im DienstalltagKönigswinterHr. Sonntag
43.23.10. – 27.10.17ArbeitssicherheitKönigswinterHr. Rossow
45.06.11. – 10.11.17Geschäftsführung im PersRatKönigswinterHr. Kaiser
47.20.11. – 24.11.17Konflikte in der Dienststelle
(in Planung)
KönigswinterHr.
Schmidtberg