Im Fraktionssaal der Partei Die Linke: Die ERH Rhein-Neckar bei ihrem Besuch in Berlin. Foto: DBWV/Richard Fürstenberger

Im Fraktionssaal der Partei Die Linke: Die ERH Rhein-Neckar bei ihrem Besuch in Berlin. Foto: DBWV/Richard Fürstenberger

14.08.2019
rf

Berlin: Kameradschaft ERH Rhein-Neckar erlebt eine heiße Woche in Berlin

Mitten in der Hitzewelle machte sich die ERH Rhein-Neckar auf den Weg in die Hauptstadt. Dass alle Teilnehmer die Strapazen bei den hohen Temperaturen gut überstanden, nötigte dem Vorsitzenden Richard Fürstenberger als Reiseleiter allergrößten Respekt ab.

Am ersten Tag standen der Mauerbau 1961 und die Folgen für die Menschen in Ost und West im Mittelpunkt. Der Tränenpalast vermittelte eindrucksvoll die Folgen des von der SED-Führung initiierten Mauerbaus für die Menschen im Osten und Westen Deutschlands für die nächsten 28 Jahre. Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße erweckte anhand der vielen vorwiegend Schwarz-Weiß-Bilder viele persönliche Erinnerungen. Emotionaler Höhepunkt war der Besuch im ehemaligen Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen. Zeitzeugen schilderten die nach wie vor unfassbaren Umstände, unter denen sie die Haft oft lange Zeit ohne Anklage und Rechtsbeistand ertragen mussten.

Die Zeit nach der Wiedervereinigung stand mit dem Besuch des Bundestags und einer sachkundigen Führung durch das Parlament am Folgetag im Mittelpunkt. Eine ausgiebige Stadtrundfahrt mit einem bestens aufgelegten Ur-Berliner Stadtführer machte mit verschiedenen Stadtteilen und ihren Historien vertraut.

Am letzten Tag ging es in das grüne Umland der Hauptstadt. Beeindruckend war der Stopp bei Klein-Glienicke, einem ehemals winzigen Stück Ost-Berlin, das in den amerikanischen Sektor der Stadt hineinragte. Zu klein und eng für den Bau einer richtigen Mauer, war der Ort den Sicherheitsorganen der DDR aufgrund möglicher Fluchten immer ein Dorn im Auge. Heute führt ein Fußweg vom Schloss Glienicke zur Glienicker Brücke, die einen herrlichen Blick auf Babelsberg und Potsdam freigibt.

Das historische Haus der Wannsee-Konferenz am Ufer des Wannsees machte noch einmal deutlich, mit welcher Akribie und Detailversessenheit die „Endlösung der Judenfrage“ geplant und gesteuert wurde. Die Antworten auf Fragen der Teilnehmer, was denn nach dem Krieg aus den überlebenden Nazigrößen geworden ist, machte in vielen Fällen fassungslos. Details dazu findet man übrigens in der Ausstellung „Topographie des Terrors“ auf dem Gelände des ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers an der Niederkirchener Straße, ehemals Prinz-Albrecht-Straße.

Dank der Organisation des Karl-Theodor-Molinari-Stiftung mit Ella Reimer hat das Seminar alle Erwartungen der Teilnehmer erfüllt: ein informativer, erlebnisreicher mehrtägiger Ausflug in Geschichte und Gegenwart der Landeshauptstadt gespickt mit dem Besuch historischer Sehenswürdigkeiten.

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