09.10.2015
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„Der DBwV hat mir nach meiner Erkrankung sehr geholfen.“

Oberstabsgefreiter Michael Dornhöfer ist nach seinem Auslandseinsatz an der Posttraumatischen Belastungsstörung erkrankt. Bei der schwierigen Suche nach Unterstützung und Hilfe wurde er beim Deutschen BundeswehrVerband fündig.

 

Drei Fragen an Oberstabsgefreiten

Michael Dornhöfer – Hauptfigur im vierten Image-Film

 

Warum ist die Imagekampagne eine gute Sache?

„Der Verband zeigt mit seiner Imagekampagne, was er in den letzten Jahren in Puncto Einsatzorientierung auf den Weg gebracht hat.“

 

Wo haben Sie persönlich den Einsatzbezug des DBwV erlebt?

„Ich leide an einer Einsatz-Schädigung. Der Deutsche BundeswehrVerband hat mich nach meinem Auslands-einsatz mit voller Kraft unterstützt und tut das bis zum heutigen Tag.“

 

 

Warum sind Sie ein überzeugtes Verbandsmitglied?

„Jeder Jäger weiß, wie wichtig die kleine Kampfgemeinschaft ist – der Verband ist eine große Kampfgemeinschaft. Er vertritt unsere Interessen. Die Mitgliedschaft sollte für jeden Soldaten selbstverständlich sein!“

„Der Verband hat mir geholfen – ich gebe das gerne zurück.“

Am Anfang dachte er noch: Das geht bestimmt vorbei. Ich brauche nur ein bisschen Zeit, um mich hier wieder zurechtzufinden. Doch die Probleme verschwanden nicht von alleine.

Nach der Rückkehr aus seinem dritten Auslandseinsatz in Afghanistan litt der Oberstabsgefreite Michael Dornhöfer unter massiven Schlafstörungen, Antriebslosigkeit – und erschreckte seine Umgebung durch Aggressivität. Der Kontakt zu seinen Mitmenschen wurde immer schlechter, bald verbarg er sich nur noch in seinem gewohnten Umfeld zu Hause oder auf den Feldern mit seinen Hunden. „Meine Frau hat mich dann zum Arzt geschickt“, sagt Dornhöfer. „Und der hat mich gleich weiter nach Berlin ins Trauma-Zentrum überwiesen.“

Die Ärzte in Berlin verordneten Michael Dornhöfer eine Kur, hofften, die Beschwerden würden von alleine weggehen. Und am Anfang sah es auch gut aus: Zwar wurde er 15 bis 20?Mal pro Nacht wach, doch die Kur tat ihm gut. So gut, dass seine Vorgesetzten ihn unmittelbar danach auf den Truppenübungsplatz mitnahmen. Auf dem Plan: „Der Jägertrupp im Angriff.“

Keine gute Idee im Nachhinein. Denn das, was dort geübt wurde, hat ihn möglicherweise zu stark an seinen letzten Einsatz erinnert. Anders als bei den beiden vorangegangenen häuften sich bei seinem dritten Einsatz die gefährlichen Situationen. Michael Dornhöfer wurde in Kabul mit zwei Kameraden einer Einheit ausländischer Soldaten abseits der eigenen Truppe zugeteilt. Isoliert und auf sich gestellt musste er als Kraftfahrer beinahe jeden Tag raus. Mehrere Male kam er unter Beschuss und verlor mehrere Kameraden bei einem Anschlag. Dornhöfer überstand die Zeit scheinbar unversehrt. Äußerlich, jedenfalls.

Der Übungsplatzaufenthalt tat ihm überhaupt nicht gut. „Schon am nächsten Tag habe ich mich nicht wieder erkannt“, sagt Dornhöfer, „ich war unglaublich aggressiv. Glücklicherweise nur verbal.“ Michael Dornhöfer wurde krankgeschrieben und nach Berlin überwiesen. Es folgten Tests, eine dreiwöchige Therapie und die Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung – kurz: PTBS.

Seither muss Dornhöfer, der im Sicherungsbataillon 12 als Bediener am „Ausbildungsgerät Schießsimulator Handwaffen/Panzerabwehrhandwaffen“ eingesetzt ist, immer wieder nach Berlin zur Behandlung. Wirklich glücklich war er mit der Unterstützung durch die Bundeswehr lange Zeit nicht: „Ich wusste nicht, an wen ich mich wenden sollte, hatte keinen klaren Ansprechpartner, gerade für die Aufklärung über Wehrdienstbeschädigungen.“

Michael Dornhöfer wurde auf den Deutschen BundeswehrVerband aufmerksam: „Ich habe gesehen, was der Verband alles tut, wie er Soldaten mit Einsatzschädigung weiterhilft. Da sind Top-Ansprechpartner, die sind immer hilfsbereit gewesen, haben mich beispielsweise über das Einsatz-Weiterverwendungsgesetz informiert und mir Ansprechpartner vermittelt.“ Für Dornhöfer ist eins klar: „Der Verband hat mir geholfen – ich gebe das gerne zurück.“ Zum Beispiel, indem er andere an seiner Einsatzerfahrung teilhaben lässt. Und er ist überzeugt: „Die Mitgliedschaft im DBwV sollte für jeden Soldaten selbstverständlich sein!“

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