04.11.2015

SaZ und dann? Positionspapier zum Binnenarbeitsmarkt Bundeswehr

Die Frage beschäftigt jede Soldatin und jeden Soldaten auf Zeit (SaZ) schon lange vor dem Dienstzeitende: Wohin geht es danach? Eine Stelle in der Bundeswehrverwaltung liegt nahe, in Frage kommt auch der gesamte öffentliche Dienst. Eine „Win-win-Situation“ wäre es allemal: Der neue Arbeitgeber profitiert von der guten Ausbildung in der Bundeswehr, der ehemalige SaZ von den guten Bedingungen im öffentlichen Dienst.
Damit die rechtlichen Hürden beim Wechsel so niedrig wie möglich sind, haben der Deutsche BundeswehrVerband und der Deutsche Beamtenbund am 3. November ein gemeinsames Positionspapier zum sogenannten Binnenarbeitsmarkt verabschiedet. Beide Organisationen betonen darin die „Verantwortung, Soldatinnen und Soldaten auf Zeit nach Ablauf der Dienstzeit angemessene Perspektiven für das weitere Berufsleben aufzuzeigen.“ Es geht zum Beispiel um die Anerkennung von schon vorhandenen Qualifikationen und Ausbildungsanteilen für die Beamtenlaufbahnen. Dort, wo es noch Unterschiede in den Laufbahnverordnungen gibt, streben die Verbände die Angleichung an.

Die Delegation des Beamtenbundes führte der stellvertretende Bundesvorsitzende und Fachvorstand Beamtenpolitik, Hans-Ulrich Benra, an. Für den BundeswehrVerband unterschrieb der Bundesvorsitzende, Oberstleutnant André Wüstner. Wüstner nach der Unterzeichnung: „Wichtig ist das Signal an Bundesregierung und Parlament: Beim Binnenarbeitsmarkt treten Beamte und Soldaten mit einer einheitlichen Position auf!“