09.04.2015

Die Zukunft der ERH im Visier

Der Organisationsbereich der Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen im DBwV (ERH) funktioniert gut – daran besteht kein Zweifel. Aber ist er auch für die Zukunft gut aufgestellt? Welchen Einfluss wird die demografische Entwicklung haben? Und wie sieht es in einigen Jahren mit dem ehrenamtlichen Engagement aus? Antworten auf diese Fragen werden seit gestern auf einer Zielgruppentagung ERH in Bonn erarbeitet.

„Müssen wir überhaupt etwas verändern?“ Diese Frage warf der Tagungsleiter, der Vorsitzende ERH im Bundesvorstand, Hauptmann a.D. und Stabshauptmann d.R. Albrecht Kiesner, gleich zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung in der Bonner Bundesgeschäftsstelle des DBwV auf. Schließlich gibt es eine Reihe von Dingen, die so bleiben sollen, wie sie sind: Sei es der hohe Organisationsgrad des DBwV oder das hohe Bindungspotential seiner Basisorganisation. Es gibt aber auch Probleme, die angegangen werden müssen. So werden Kiesner und sein Stellvertreter, Oberstabsfeldwebel a.D. Armin Komander, immer wieder bei Besuchen von Kameradschaften mit Fragen konfrontiert: Wie geht es weiter, wenn bei der nächsten Wahl kein Vorstand mehr zusammenkommt? Oder: Wo bleiben die jungen ERH-Mitglieder?

Über das Thema Mitgliederbindung- und gewinnung macht sich Oberstabsfeldwebel a.D. Hans-Dieter Petersen schon seit geraumer Zeit Gedanken. Der noch amtierende Landesvorsitzende Nord gab den Tagungsteilnehmern einen Überblick über den derzeitigen Sachstand. Die Basisorganisation hält Petersen für grundsätzlich gut. „Anpassungen: Ja. Grundlegende Änderungen: Nein“, so der Landesvorsitzende. Vielmehr müssten die lokalen Vorstände so weit wie möglich entlastet werden, etwa durch Entbürokratisierung. Einen hohen Stellenwert misst Petersen auch flächendeckenden Mandatsträgerschulungen bei. Passive Kameradschaften müssten gezielt unterstützt werden.

In Arbeitsgruppen aufgeteilt, machen sich die Tagungsteilnehmer seit gestern Nachmittag daran, mögliche Lösungen zu erarbeiten. Themen wie der Übergang von TruKa zu KERH, Agenda 55+ oder ERH 2025 stehen dabei im Mittelpunkt. Über die Ergebnisse der Zielgruppentagung wird die Redaktion im nächsten Verbandsmagazin sowie auf dieser Homepage berichten.