Die Teilnehmer der Fachtagung.

Die Teilnehmer der Fachtagung.

24.10.2016

Zivile für Zivile – wo stehen wir, was wollen wir?

Auf ihrer Fachtagung erhoben die zivilen Beschäftigten im BundeswehrVerband zahlreiche Forderungen – Antragsversammlungen stehen vor der Tür Mitglieder aus allen Landesverbänden trafen sich zur 3. Fachtagung Zivile Beschäftigte im niedersächsischen Altwarmbüchen. Unter der Leitung des Vorsitzenden Fachbereich Zivile Beschäftigte, Klaus-Hermann Scharf, forderten die Teilnehmer eine bessere Ausgestaltung ihrer Beschäftigungsverhältnisse. Zudem warfen sie noch einmal einen Blick auf die jüngsten Personalratswahlen.

In seiner Begrüßung hob Martin Gebauer, Bezirksvorsitzender südliches Niedersachsen, hervor, wie sich der Fachbereich Zivile Beschäftigte etabliert und seine Mitgliederzahl kontinuierlich erhöht hat. Die diesjährige Fachtagung diente der Vorbereitung der im November 2017 stattfindenden 20. Hauptversammlung des Verbandes und der vorherigen Antragsversammlungen auf Landesverbands- und Standortebene. Die Teilnehmer diskutierten ausführlich über ihre Anliegen und Forderungen. Sie stellten schließlich einen ganzen Katalog an Vorschlägen zusammen, wobei die Beamten und Arbeitnehmer sowohl für ihre Statusgruppe als auch statusübergreifend die Anträge formulierten.

Verbesserungen werden beispielsweise gefordert

  • beim Wechsel des Status,
  • bei der Anzahl der Planstellen,
  • bei gebündelten Dienstposten,
  • zur flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit und Höhe der regelmäßigen Wochenarbeitszeit (39-Stunden-Woche für Beamte des Bundes),
  • bei der gesundheitsgerechten Gestaltung der Arbeitsplätze sowie im Hinblick auf die Entwicklung und Umsetzung von Modellen zur Altersteilzeit und Arbeitszeitflexibilisierung im Alter,
  • beim eingeführten „e-recruiting“ und der Ansprache von jungen Menschen,
  • um eine „Streitkräfte-Zulage“ zu schaffen,
  • bei der Übernahme von Auszubildenden in ein Arbeitsverhältnis,
  • zur grundlosen Befristungen von Arbeitsverträgen,
  • bei der Personalgestellung,
  • bei der Amtsangemessenheit der Alimentation einschließlich bestehender und zu schaffender Zulagen sowie deren Ruhegehaltsfähigkeit,
  • im Hinblick auf die Belastung der Schichtdienstleistenden,
  • hinsichtlich der Bewertung von Stellen oder Dienstposten,
  • um die sogenannte „Mütterrente“ auf die Beamtinnen des Bundes zu übertragen.

In den drei Statusgruppen – Soldaten, Beamte sowie Arbeitnehmer – spielt der demografische Wandel eine große Rolle. Die Bundeswehr konkurriert im Werben um kluge Köpfe und geschickte Hände heute mit der freien Wirtschaft und innerhalb des öffentlichen Dienstes. Gut ausgebildetes Personal zu finden und zu halten, ist nicht mehr selbstverständlich. So muss sich die Bundeswehr als attraktiver Dienstherr beziehungsweise Arbeitgeber zeigen und weitere Anreize für das Personal schaffen.

Zudem analysierten die Teilnehmer die Wahlen zu den Personalvertretungen und den Jugend- sowie Auszubildendenvertretungen in diesem Jahr. Bei den Arbeitnehmern und Beamten war der Berufsverband erfolgreich und hat die Zahl seiner Sitze in den Gremien nicht nur gehalten, sondern sogar erhöht. Der Deutsche BundeswehrVerband ist in der Fläche präsent für seine Mitglieder und interessant für zivile Beschäftigte in der Bundeswehr. Warum? Weil anderen Berufsverbänden oder Gewerkschaften die Erfahrung mit der Struktur und den Besonderheiten eines gemischten militärisch-zivilen Personalkörpers fehlt. Die nächsten Wahlen sind schon für 2017 angesetzt, unter anderem mit Blick auf das neu aufzustellende Kommando Cyber- und Informationsraum.

Tagungsleiter Scharf dankte nach der informativen Veranstaltung dem Landesverband Nord und seinem Geschäftsführer Stephan Peters für die Organisation des Treffens.

Die 4. Fachtagung Zivile Beschäftigte wird voraussichtlich vom 20. bis zum 21. März 2017 in Berlin stattfinden. Zu ihr werden Abgeordnete der vier Fraktionen des Bundestags eingeladen (Verteidigungs- und/oder Innenausschussmitglieder). Da im September 2017 der Bundestag gewählt wird, wollen die zivilen Beschäftigten die Positionen der Politiker zu allen Themen erfragen, die sie betreffen.

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