Wertvolle Informationen gab es für die mehr als 70 Vertrauenspersonen, die an der Tagung in Blankenfelde teilnahmen. Foto: Thomas Furkert

04.07.2022
Von Thomas Furkert

Informationen aus erster Hand

Nach über drei Jahren pandemiebedingter Unterbrechung hatte der DBwV Landesverband (LV) Ost wieder zu einer Tagung für Vertrauenspersonen (VP) eingeladen. Neben vielen Informationen stand aber auch der Austausch untereinander im Vordergrund.

Mehr als 70 VP aus unterschiedlichen Dienststellen, im Zuständigkeitsbereich des LV Ost, waren Mitte Juni der Einladung zur Fachtagung gefolgt. Stabsfeldwebel Thomas Furkert, der als Beauftragter für Beteiligungsrechte im LV Ost die Tagung verantwortlich vorbereitet hatte, freute sich bei der Begrüßung, dass so viele Teilnehmer der Einladung des Deutschen BundeswehrVerbandes (DBwV) nach Blankenfelde gefolgt waren. „Die rege Beteiligung der Vertrauenspersonen aus allen Status- und Dienstgradgruppen zeigt uns, dass auch nach der langen Unterbrechung der Bedarf an solchen Tagungen auch weiterhin besteht“, so Furkert in seinen Begrüßungsworten. „Unser Ziel ist es, Ihnen und Euch mit den einzelnen Vorträgen das nötige Rüstzeug an die Hand zu geben, um die Funktion der VP im täglichen Dienst ausüben zu können“, gab der Tagungsleiter einen Ausblick auf die Themen der Tagung.

Mit Oberstleutnant i.G. Dr. Detlef Buch, dem Vorsitzenden des Fachbereiches Besoldung, Haushalt und Laufbahnrecht im Bundesvorstand, konnte der Spezialist des DBwV zur Arbeitszeitregelung für Soldaten als Referent gewonnen werden. Neben vielen allgemeinen Informationen zu diesem Thema stellte Buch in seinem Vortrag auch die von der Leitung des Bundesministeriums für Verteidigung angedachten Weiterentwicklungen und Anpassungen vor. Wichtig war es ihm dabei aber auch, die Sicht des Deutschen BundeswehrVerbandes deutlich zu machen. Der Inputphase folgte dann ein ausführlicher Austausch, bei dem die Teilnehmer die Chance nutzten, aus ihren Erfahrungen im Truppenalltag zu berichten, aber auch ihre Befürchtungen zu den angedachten Änderungen zu äußern. „Die Diskussion mit Ihnen, ist genau das, was den DBwV ausmacht. Mit ihren Beiträgen bringen sie sich gestaltend und konstruktiv in die Weiterentwicklung der Bundeswehr ein“, so Buch zum Abschluss.

Den zweiten Themenblock, der sich mit dem Bereich Betreuung und Fürsorge beschäftigte, gestaltete dann Stabsfeldwebel Thomas Furkert, der im Gesamtvertrauenspersonenausschuss sowie im Hauptpersonalrat beim Bundesministerium der Verteidigung dieses Thema seit vielen Jahren begleitet. Hierbei standen die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen, die immer wieder zu neuen Herausforderungen führen, im Vordergrund. Furkert sprach nicht nur über die mögliche Zukunft der Heimbetriebe, sondern stellte auch das Für und Wider des Einsatzes von Ordonanzen dar. Dass dieses Thema die Truppe und damit auch die VP bewegt, zeigte die intensive Diskussion. Hier stellte sich aber deutlich heraus, dass jede Dienststelle und jede Liegenschaft individuell zu betrachten sind, da nur so die Bedürfnisse der unterschiedlichen Truppenteile mit ihren jeweiligen Spezifika berücksichtigt werden können.

„Ein Einheitsmodell, dass zwanghaft auf jeden Standort angewendet werden muss, bringt uns da nicht wirklich weiter“, so ein Teilnehmer in seinem Beitrag. Aufgrund der aktuell erfolgten Verlagerung der Schwerpunkte in den Streitkräften wurde aber auch die Befürchtung geäußert, dass der Bereich Betreuung und Fürsorge an Bedeutung verlieren könnte. „Die hohen Anforderungen, die im täglichen Dienst an unsere Streitkräfte gestellt werden, können wir nur mit motoviertem und zufriedenem Personal bewerkstelligen“, so Furkert.

Den Abschluss der Tagung bildete dann ein ein Kurzvortrag von Stabsfeldwebel Furkert zum Soldatenbeteiligungsgesetz (SBG), sowie eine von Stabsbootsmann Michael Ebersbach, der den LV Ost in der Arbeitsgruppe Beteiligungsrechte im Bundesvorstand vertritt, moderierte Diskussion zu den Erfahrungen aus der täglichen Arbeit der VP bei der Anwendung des SBG. Ebersbach nutzte die Chance, die Position der Vertrauenspersonen nochmal zu erklären und damit Handlungssicherheit für die unterschiedlichen Beteiligungsformen zu schaffen.

Ein durchweg positives Fazit war in der abschließenden Feedbackrunde zu hören. So waren alle Teilnehmer mit der Organisation und den Inhalten der Tagung mehr als zufrieden, wünschten sich aber auch, dass die Tagung für Vertrauenspersonen zukünftig wieder jährlich und nach Möglichkeit als Mehrtagesveranstaltung durchgeführt wird.

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