"Unser Grundgesetz hält fest: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Trotzdem mussten sich Frauen viele Rechte erst mühsam erkämpfen - so bekamen Frauen erst vor 25 Jahren uneingeschränkten Zugang zu allen militärischen Laufbahnen der Bundeswehr. Seitdem leisten Soldatinnen Tag für Tag ihren Dienst professionell und verantwortungsvoll. Das macht unsere Streitkräfte vielfältiger, moderner und somit stärker. Und es zeigt: Es lohnt sich, für echte Gleichstellung zu kämpfen."
Bärbel Bas, MdB (zur Zeit Parteivorsitzende der SPD und Bundesministerin für Arbeit und Soziales)
"Für mich ist klar: Wir brauchen noch mehr Frauen in der Bundeswehr! Die vergangenen 25 Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass Frauen in allen militärischen Laufbahnen genauso leistungsfähig und engagiert sind wie ihre männlichen Kameraden. Studien belegen, dass gemischte Teams bessere Ergebnisse erzielen - das gilt auch für unsere Streitkräfte. Wenn wir eine starke Bundeswehr wollen, dann brauchen wir in allen Teilstreitkräften mehr von uns!"
Siemtje Möller, MdB (zurzeit stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion)
"Ich habe selbst die Offizierausbildung durchlaufen und in der Heeresaufklärung gedient - auch im Auslandseinsatz. Diese Erfahrung hat mich geprägt: Frauen sind in der Bundeswehr längst unverzichtbar. Sie stehen für Stärke, Kompetenz und Zusammenhalt.
Das Kreil-Urteil war der Startpunkt, aber Gleichberechtigung in Uniform ist noch immer ein Auftrag für die Zukunft. Ich möchte dazu beitragen, dass mehr Frauen ihren Platz in der Bundeswehr finden - selbstbewusst, sichtbar und mit Überzeugung."
Vivian Tauschwitz (CDU), MdB (Mitglied im Verteidigungsausschuss)
„Vor 25 Jahren wurde mit dem Kreil-Urteil eine historische Entscheidung getroffen. Frauen dürfen seither in allen Bereichen des Militärdiensts der Bundeswehr dienen. Fast genauso lange habe ich selbst gedient – 24 Jahre, zuletzt als Oberstleutnant. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Dieses Urteil war nicht nur juristisch, sondern auch gesellschaftlich ein Meilenstein. Seitdem übernehmen Soldatinnen Verantwortung, prägen Strukturen und sind als Kameradinnen und Vorbilder unverzichtbar. Und dennoch ist der Weg zur echten Gleichberechtigung noch weit. Der aktuelle Frauenanteil von 13 % zeigt, dass es mehr braucht als einen offenen Zugang. Es braucht echte Integration mit Struktur und Methode, faire Aufstiegschancen, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Dienst sowie eine gelebte Akzeptanz im Alltag. Dafür müssen wir weiter einstehen – mit Mut und Beharrlichkeit.“
Diana Herbstreuth (CDU), MdB (Mitglied im Verteidigungsausschuss)
„Frauen sind in der Bundeswehr unterrepräsentiert, insbesondere in Führungspositionen. Ich sehe Frauen als eine wertvolle, sowohl quantitative als auch qualitative Verstärkung für die Bundeswehr. Wir können uns – insbesondere angesichts der derzeitigen Bedrohungslage – nicht leisten die Hälfte der Gesellschaft außen vor zu lassen. Frauen bringen Perspektiven und Eigenschaften mit, die die Truppe resilienter, teamorientierter und vielfältiger machen können. Deshalb muss Chancengleichheit sichergestellt und strukturelle Diskriminierung von Frauen in der Bundeswehr bekämpft werden."
Niklas Wagener (Bündnis 90’Die Grünen), MdB (Mitglied im Verteidigungsausschuss)
„Ob in den Chefetagen unseres Landes, bei Friedensverhandlungen oder in der Bundeswehr – vielfältige Teams führen überall zu besseren Ergebnissen. Daher ist es weder gerecht noch klug, auf die Kompetenzen von Frauen zu verzichten oder sie gar auszuschließen. In der Truppe sind Frauen längst unverzichtbar und leisten beeindruckendes. Aber besser und mehr geht immer. Nicht nur der Anteil von Soldatinnen von rund 13%, sondern auch der Bericht der Wehrbeauftragten zeigen: Es gibt noch einiges zu tun. Gerade in einer Zeit, in der extremistische Kräfte, seien es Rechtsextremisten oder Islamisten, chauvinistisch Frauenrechte in Frage stellen, steht es der Bundeswehr zudem sehr gut zu Gesicht, offensiv die Flagge dafür zu halten und zu zeigen, dass Vielfalt das erfolgversprechendere Modell ist.“
Agnieszka Brugger (Bündnis 90’Die Grünen), MdB (zur Zeit stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion und langjähriges Mitglied im Verteidigungsausschuss)
„Interviews zeugen davon, wie unterschiedlich die Erfahrungen und Perspektiven der Soldatinnen sind, vor allem aber vom Mut und der Stärke der Soldatinnen. Sie zeigen, dass der Dienst in der Bundeswehr anspruchsvoll ist und auch gefährlich sein kann, zugleich aber bietet er seinen Soldatinnen und Soldaten ganz besondere Möglichkeiten sich zu entwickeln. Die Vielfalt von Frauen und von Männern, von Herkünften, von Wissen und Fähigkeiten ist essentiell, um die immensen Herausforderungen, vor denen wir stehen, gerecht zu werden. Sie ist Voraussetzung für eine verteidigungsbereite Bundeswehr und für eine moderne, demokratische Gesellschaft.
Prof. Dr. Maja Apelt, Professorin an der Universität Potsdam
„Lange hat sich für Frauen die Möglichkeit, die eigene Kraft und den eigenen Mut zum Schutz anderer einzusetzen, auf den privaten, familiären Bereich beschränkt. Seit dem Kreil-Urteil vor 25 Jahren steht Frauen auch der Weg offen, sich im Verteidigungsfall für das ganze Land einzusetzen – eine Chance, die viele von ihnen nutzen, um ihren Beitrag bei der Bundeswehr zu leisten.
Ich sehe hier viele Parallelen zum Technischen Hilfswerk: Auch da war es Frauen lange Zeit verwehrt, sich aktiv im Einsatzgeschehen einzubringen. Gut, dass wir im THW und auch die Bundeswehr diese Zeiten lange hinter uns gelassen haben.
Denn Frauen bringen so viele Kompetenzen mit und oft auch andere Sichtweisen als ihre männlichen Kameraden – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheiten durch Naturkatastrophen, gesellschaftlicher Herausforderungen und aufflammender kriegerischer Konflikte können wir es uns als Gesellschaft nicht leisten, auf diese engagierten Kameradinnen zu verzichten.
Daher mein von Herzen kommender Gruß an alle Frauen, die sich für die Gesellschaft engagieren – sei es bei der Bundeswehr, im THW oder in anderen Organisationen: Jeden von Ihnen ist ein Vorbild. Danke für Ihren Einsatz!“
Sabine Lackner, Präsidentin der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)
„In diesem Buch geben uns Soldatinnen offen und ehrlich Einblick in ihren beruflichen Alltag und machen beeindruckende, beglückende und oftmals dramatische, Erlebnisse sichtbar. Während ihrer Dienstzeit haben sie sich auf schwierige Einsätze vorbereitet. Im Einsatz haben sie Leben geschützt, verteidigt und gerettet. Sie haben Verantwortung getragen, echte Kameradschaft in der Truppe erfahren und schwierige Situationen gemeistert. Sie gehören zu den Pionierinnen, die die Männerdomäne Bunderwehr erobert haben. Leicht war das nicht. Heute sind sie Vorbilder für alle, für Frauen und Männer, die in der Zeitenwende dafür eintreten, dass das Rad der Geschichte nicht zurückgedreht und unser Leben in Freiheit und Selbstbestimmung vor feindlichen Übergriffen geschützt wird.“
Prof. Dr. Christiane Bender, ehemalige Professorin der HSU/Universität der Bundeswehr Hamburg
„Frauen in der Bundeswehr, wichtiger denn je. Für Frauen, für die Gesellschaft, für unsere Kinder, für unsere Bundeswehr, für unser Land!
Seit dem Kreil-Urteil vor 25 Jahren haben Frauen in der Bundeswehr bewiesen, dass Stärke viele Gesichter hat. Sie führen mit Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Entschlossenheit – Werte, die unsere Streitkräfte bereichern. Frauen in Uniform sind heute nicht nur Teil, sondern tragende Säulen der Bundeswehr. Ihre Sichtbarkeit inspiriert die nächste Generation, mutig ihren Weg zu gehen.
Frauen sind heute ein unverzichtbarer Teil der Bundeswehr – in allen Uniformfarben, Laufbahnen und Aufgabenbereichen. Sie bringen Perspektiven, Empathie und Führungsstärke ein, die Kameradschaft und Zusammenhalt prägen. Frauen führen mit Haltung, sie verbinden Verantwortung mit Menschlichkeit und Professionalität mit Fürsorge. Ihre Präsenz stärkt die Einsatzbereitschaft und Glaubwürdigkeit der Bundeswehr – nach innen wie nach außen. Frauen zeigen, dass Führung auch zuhören, verstehen und verbinden heißt. Sie gestalten die Bundeswehr von heute und prägen sie von morgen.
Frauen sind 51 Prozent unserer Gesellschaft – und das sollte sich auch in der Bundeswehr widerspiegeln. Sie übernehmen Verantwortung, führen mit Haltung und prägen den Zusammenhalt in einer Organisation, die für Sicherheit und Vertrauen steht. Frauen sind nicht nur Teil der Truppe, sie sind Gestalterinnen einer modernen, zukunftsfähigen Bundeswehr. Unsere Töchter brauchen diese Vorbilder – Frauen, die sichtbar machen, dass Stärke, Empathie und Führung selbstverständlich weiblich sein können. Eine Bundeswehr, die Frauen Raum gibt, ist eine Bundeswehr, die Zukunft gestaltet.“
Angélique Yumusak, Bundesfrauenbeauftragte der DPolG