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Erinnerung an Alexander Schleiernick, Oleg Meiling und Martin Brunn
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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
General Carsten Breuer (l.) und Boris Pistorius (r.) verabschieden die frühere Verteidigungsministerin Christine Lambrecht mit einem Großen Zapfenstreich. Foto: picture alliance/dpa/Kay Nietfeld
Mit einem Großen Zapfenstreich hat sich die Bundeswehr von Christine Lambrecht (SPD) verabschiedet. An dem Zeremoniell zur Würdigung der früheren Verteidigungsministerin auf dem Paradeplatz im Bendlerblock nahm auch ihr Nachfolger im Amt, Boris Pistorius (SPD), teil.
Zu den zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Militär und Gesellschaft, die im Bendlerblock unter den Ehrengästen waren, gehörten beispielsweise Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Beim Großen Zapfenstreich, dem höchsten militärischen Zeremoniell der deutschen Streitkräfte, stand Lambrecht neben Pistorius und dem neuen Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer.
„Niemals geht man so ganz“
Lambrecht durfte sich drei Musikstücke aussuchen, die das Stabsmusikkorps der Bundeswehr für sie spielte: Sie entschied sich für den „Hessischen Fahnenmarsch von 1732“ von Landgraf Ludwig VIII von Hessen-Darmstadt, „Niemals geht man so ganz“ von Trude Herr/Jürgen Fritz und den „Marsch des hessischen Kreis-Regiments Landgraf“.
Zuvor hatte Verteidigungsminister Pistorius bei einem Empfang die Leistungen Lambrechts gewürdigt und die zusätzlichen Herausforderungen hervorgehoben, die der russische Angriff auf die Ukraine mit sich gebracht hat. Die frühere Ministerin bedankte sich bei den Menschen der Bundeswehr für ihren täglichen, engagierten Einsatz.
Ministerin ohne Fortune
Lambrecht war im Januar zurückgetreten. In einer Erklärung schrieb die Sozialdemokratin: „Die monatelange mediale Fokussierung auf meine Person lässt eine sachliche Berichterstattung und Diskussion über die Soldatinnen und Soldaten, die Bundeswehr und sicherheitspolitische Weichenstellungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands kaum zu.“ Und: „Die wertvolle Arbeit der Soldatinnen und Soldaten und der vielen motivierten Menschen im Geschäftsbereich muss im Vordergrund stehen. Ich habe mich deshalb entschieden, mein Amt zur Verfügung zu stellen.“ Die 57-Jährige stand mehrfach in der Kritik. So hieß es zum Beispiel, sie kenne die Dienstgrade bei der Bundeswehr nicht (die SPD-Politikerin widersprach diesem Vorwurf). Für die Opposition galt sie als Fehlbesetzung, das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ titelte einmal „Die Null-Bock-Ministerin“. Auch das unglückliche Silvestervideo sorgte für massive Kritik.
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