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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Die Bilder der Gefallenen Josef Kronawitter (v.l.), Marius Dubnicki, Thomas Broer und Jörn Radloff am Ehrenhain in Masar-e-Sharif. Foto: picture-alliance/Maurizio Gambarini
Der April 2010 war ein Schock für die Bundeswehr. Keine zwei Wochen nach dem Karfreitagsgefecht mit drei Gefallenen und acht Verwundeten traf es die Bundeswehr erneut schwer: In der Nähe der Stadt Baghlan fielen am 15. April vier weitere Soldaten. Der April 2010 war die schlimmste Phase für die Bundeswehr in Afghanistan.
Es geschah während der Operation „Taohid“, in der Nähe von Baghlan-e-Jadid. Ein multinationaler Verband hatte den Auftrag, Taliban und andere Aufständische aus der Gegend zu vertreiben. An einer Brücke, der sogenannten „Dutch Bridge“, geriet eine deutsche Patrouille in einen Hinterhalt.
Major Jörn Radloff, Hauptfeldwebel Marius Dubnicki und Stabsunteroffizier Josef Kronawitter stiegen aus ihrem Fahrzeug, einem gepanzerten Geländewagen „Eagle IV“, als ein ferngezündeter Raketensprengkopf detonierte. Die deutschen Soldaten hatten keine Chance. Als ein mobiler Arzttrupp sich auf den Weg zur Anschlagsstelle machte, wurde er mit einer Panzerfaust-Granate beschossen. Oberstabsarzt Dr. Thomas Broer kam ums Leben.
Die Erinnerung an die Gefallenen zu wahren, ist für den Deutschen BundeswehrVerband von besonders hoher Bedeutung. Zugleich ist es auch ein Appell, die Soldaten, die sich auch heute weltweit in nicht weniger riskanten Einsätzen befinden, zu unterstützen. Auch wenn der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr nun Geschichte ist: Vor allem der Politik muss immer wieder deutlich gemacht werden, dass die Frauen und Männer die bestmögliche Ausbildung und Ausrüstung erhalten, um im Einsatz bestehen zu können. In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage gilt das wohl mehr denn je. Die Fürsorge, die sie verdienen, hat hierbei einen ebenso hohen Stellenwert.
Der Satz des DBwV-Bundesvorsitzenden Oberst André Wüstner verliert nichts von seiner Gültigkeit: „Wir vergessen keinen unserer gefallenen Kameraden. Niemals.“
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