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Noch ist der Phoenix am Boden: die AGS RQ-4D-Drohne auf dem sizilianischen Stützpunkt Sigonella. Photo: DEU AF, Christian Traeger
„Nato Alliance Ground Surveillance declared ready to conduct missions“ – mit gerade mal neun Wörtern berichtet die Nato via Twitter von einem bedeutenden Meilenstein bezüglich ihres neuen Drohnen-Überwachungssystems. Wesentlich ausführlicher wird es zum Glück in der dazugehörigen Pressemitteilung des des nordatlantischen Bündnisses. Demzufolge hat die Nato hat ihre fünf neuen Riesendrohnen „Phoenix“ für einsatzfähig erklärt. Die unbemannten Luftfahrzeuge des US-Herstellers Northrop Grumman werden künftig „das Bewusstsein, die Hinweise und Warnungen des Bündnisses für das, was an seinen Grenzen geschieht, erheblich verbessern“, fasst der militärische NATO-Oberbefehlshaber, US-Luftwaffengeneral Tod Wolters zusammen. „Das AGS-System der NATO bietet allen 30 Bündnismitgliedern einen einzigartigen Stand der Technik mit einer Plattform, die an die Anforderungen der NATO an die Überwachung und Aufklärung von Geheimdiensten angepasst ist“ heißt es weiter.
Die unbewaffneten Luftfahrzeuge basieren auf der amerikanischen Block 40 Global Hawk, verfügen über eine Flügelspannweite von knapp 40 Metern. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 575 km/h, einer maximalen Flughöhe von 18.000 Metern und einer Einsatzzeit von mehr als 32 Stunden am Stück können die Drohnen täglich ein Gebiet von rund 100.000 Quadratmetern überwachen.
Nach Angaben der Bundesregierung wurden die Beschaffungskosten für die Drohnen zuletzt auf rund 1,3 Milliarden Euro beziffert, davon trägt Deutschland einen Anteil von rund einem Drittel, berichtet die dpa. und stellt nach Nato-Angaben zudem mehr als 120 Bundeswehrsoldaten für die sogenannte «Nato AGS Force» bereit. Derzeit befinden sich die Drohnen auf ihrem Stützpunkt im sizilianischen Sigonella. Dort sind zur Zeit 80 Bundeswehrangehörige im Einsatz, langfristig ist die Zahl auf 120 deutsche Soldatinnen und Soldaten ausgelegt.
Die Zertifizierung der sogenannten Anfangsbefähigung (Initial Operational Capability) erfolgte nun etwas mehr als ein Jahr nach der Auslieferung der ersten Drohne. Die sogenannte Vollbefähigung (Full Operational Capability) steht laut Angaben der deutschen Presse-Agentur noch aus.
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