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Der Impfstoff von AstraZeneca wurde durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) auf seine Sicherheit überprüft. Foto: Bundeswehr/Tom Twardy
Die Antwort gleich vorweg: NEIN! Genau genommen ist der AstraZeneca-Impfstoff für den Einsatz in der Bundeswehr sogar besonders geeignet.
Kürzlich war der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers allerdings in die Kritik geraten, weil er angeblich nur einen 70-prozentigen Schutz gegen den Ausbruch von Covid-19 biete, während die Wirksamkeit der anderen beiden Impfstoffe BioNTech/Pfizer und Moderna bei 90 Prozent liege. Bei den beiden letztgenannten handelt es sich um sogenannte mRNA-Impfstoffe, AstraZeneca ist dagegen ein Vektorimpfstoff, wie er beispielsweise auch schon bei Dengue-Fieber oder Ebola zum Einsatz kommt. Vereinfacht ausgedrückt wird bei dieser Impfart ein genetischer Teil des SARS-CoV-2-Virus in ein für Menschen ungefährliches Virus (der Vektor oder auch Trägervirus) eingebaut. Mit diesem DNA-Teil kann der Körper seine Abwehr trainieren und sich so gegen Corona immunisieren.
Die vermeintlich geringere Wirksamkeit ist wohl eher den unterschiedlichen Zulassungsstudien geschuldet. Die Bundeswehr erklärt in einem aktuellen Artikel zum Impfstoff: „Im Ergebnis schützt der Wirkstoff von AstraZeneca die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr vor schweren Verläufen der Corona-Infektion vergleichbar gut, wie mRNA-Impfstoffe es tun. Im Übrigen wäre ein 70-prozentiger Schutz schon ein sehr guter Wert, den wir bei anderen Impfstoffen, etwa bei der Impfung gegen Grippe, auch akzeptieren.“ Darüber hinaus hat AstraZeneca einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen beiden Impfstoffen: Anders als mRNA-Impfstoffe braucht AstraZeneca keine speziellen Tiefkühlschränke, sondern kann bei üblicher Kühlschrank-Temperatur gelagert werden. „Das macht die Impflogistik deutlich einfacher – nicht nur im Hinblick auf die Auslandseinsätze, sondern auch bei der geplanten Impfung durch die Truppenärztinnen und Truppenärzte.“
Weitere Informationen über Verträglichkeit und Wirksamkeit bei Virusmutationen entnehmen Sie dem Artikel der Bundeswehr.
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