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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
MAD-Präsident Christof Gramm soll für einen personellen Neuanfang in der Bundesbehörde den Weg freimachen. Foto: picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
Berlin. Der Präsident des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) wird im kommenden Monat von seinen Aufgaben entbunden. Wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag (24. September) bekanntgab, hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden, Dr. Christof Gramm „mit seinem Einverständnis“ in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.
Gramm ist seit 2015 Präsident des MAD. Über seine Nachfolge werde in Kürze entschieden, heißt es in der Mitteilung des BMVg. Das Bundesamt für den Militärischen Abschirmdienst in Köln war in den vergangenen Monaten im Zuge der Verfolgung von rechtsextremen Verdachtsfällen in der Bundeswehr in die Kritik geraten. Der Vorwurf: Die Behörde habe zu zögerlich gegen verdächtige Soldaten ermittelt.
Das BMVg betont, dass die im Oktober 2019 eingeleiteten Reformen des MAD bereits Ergebnisse zeigten. Das Bundesamt verfüge über sehr motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die „unter teilweise schwierigen Bedingungen sehr gute und wertvolle Arbeit für die Bundeswehr und unsere Demokratie leisten“.
Die Verteidigungsministerin und Gramm seien sich einig, dass die jetzt anstehende weitere Umsetzung der Reformen und der Modernisierung der Behörde einen neuen Abschnitt markiere, der zusätzliche Anstrengungen und Dynamik erfordere. Dieser neue Abschnitt solle auch personell sichtbar werden.
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