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Tagung für Chefs und Spieße in Wangerland

Aufmerksam: Die Chefs und Spieße wissen, wo es nicht richtig läuft. Foto: DBwV

Aufmerksam: Die Chefs und Spieße wissen, wo es nicht richtig läuft. Foto: DBwV

18.03.2020
jf

Tagung für Chefs und Spieße in Wangerland

Wangerland. Um die vielen vom Deutschen BundeswehrVerband (DBwV) in jüngster Zeit erreichten sozialen Verbesserungen ging es bei einer Zielgruppenveranstaltung des Landesverbands Nord in Wangerland. Stabsfeldwebel a.D. Gerd Dombrowski, Stellvertretender Landesvorsitzender und Tagungsleiter, begrüßte rund 30 Disziplinarvorgesetzte und Kompaniefeldwebel - sowie Soldaten in den vergleichbaren Funktionen Batteriefeldwebel, Inspektionsfeldwebel, Staffelfeldwebel und Wachtmeister - zu einem zweitägigen Informations- und Erfahrungsaustauch.  

Dombrowski erläuterte seinen Zuhörern die vom Bundestag in den vergangenen Monaten verabschiedeten Vorhaben, darunter das Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetz (BesStMG) und das Einsatzbereitschaft-Stärkungsgesetz. Er machte dabei deutlich, dass die neuen Bestimmungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Kraft treten und sich in der Praxis bewähren müssen: „Wir werden nun deren Umsetzung begleiten, die daraus resultierenden Änderungen auswerten und gegebenenfalls verbandspolitisch nachsteuern.“

Bei Bedarf nachjustieren

Dabei misst er den „Chefs“ und „Spießen“ eine wichtige Rolle zu, „denn die können vor Ort bei ihren Soldatinnen und Soldaten schnell feststellen, was richtig läuft und wo nachjustiert werden muss, weil gesetzlich gesteckte Ziele nach deren Umsetzung nicht erreicht werden“. Der Stellvertretende Landesvorsitzende machte dazu abschließend deutlich, dass der DBwV „da am Ball bleiben werde“ und weiter dafür arbeitet, dass die angestrebten Verbesserungen auch real zum Tragen kommen.

Ein weiterer Programmpunkt umfasste die DBwV-Ansprechpartner in den Auslandseinsätzen. Für die Gewinnung von Freiwilligen, die sich neben ihren dienstlichen Aufgaben in den Missionsgebieten der Bundeswehr für ihre Kameradinnen und Kameraden engagieren, wurde durch Oberstleutnant Stephan Müller intensiv geworben. Der Beauftragte des Landesvorstands Nord für die Ansprechpartner stellte darüber hinaus das Soziale Netzwerk Nord vor, das von Schicksalsschlägen Betroffenen sowie deren Angehörigen bei körperlichen und seelischen Schäden Hilfestellung anbietet und vermittelt.

Der Oberstleutnant stellte das Alleinstellungsmerkmal des DBwV heraus: Der Verband betreut seine Mitglieder als einzige Interessenvertretung nicht nur in der Heimat, sondern auch weltweit vor Ort in Einsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen. Dies übernehmen die Ansprechpartner, die darüber hinaus bei Bedarf den Kontakt zwischen Mitgliedern in den Einsatzgebieten und der Basisorganisation des DBwV in Deutschland herstellen. So beispielsweise, wenn es um rechtliche Beratung und Unterstützung geht.

Was die Menschen bewegt

Andere Referenten trugen zur Entwicklung im Dienstrecht, über das Versichertenentlastungsgesetz sowie die Beteiligungsrechte der Vertrauenspersonen vor. Sie deckten damit einen Teil des großen Aufgabenbereichs ab, in dem Chefs und Spieße Verantwortung oder Sorge tragen, Fürsorgepflichten haben oder zumindest in der Lage sein müssen, ihre Soldatinnen und Soldaten zu informieren. Das breite Spektrum unterstreicht die Bedeutung dieser Vorgesetzten sowohl für die Truppe als auch für den Einzelnen in Sachen Personalführung, Fürsorge und Betreuung.

Umfangreiche Informationen brachten den Teilnehmern nicht nur die Vorträge der Mandatsträger und Fachreferenten. Die Chefs und Spieße nutzten an der Nordsee auch die Gelegenheit, über Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche hinweg Probleme ungefiltert zu benennen und dabei die Sorgen ihrer Untergebenen deutlich zu machen. Wie der Landesvorstand Nord weiß, ein entscheidender Aspekt solcher Tagungen, denn der DBwV muss wissen, was die Menschen in der Bundeswehr bewegt. Nur dann kann er sich zielgerichtet und erfolgreich für sie einsetzen.

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