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Die Panzerhaubitze 2000 kann mit spezieller Munition Ziele in einer Entfernung von bis zu 40 Kilometern bekämpfen. Foto: Bundeswehr/Eisner
Nun ist es offiziell: Deutschland wird sieben Panzerhaubitzen 2000 an die ukrainischen Streitkräfte abgeben. Das verkündete Verteidigungsministerin Christine Lambrecht bei ihrem Besuch in der Slowakei.
Damit wird die Ukraine über 12 Panzerhaubitzen 2000 verfügen: Auch die Niederlande haben zugesagt, fünf der modernen Artilleriesysteme an die Ukraine anzugeben. In dem Gesamtpaket sind auch Munition und Ausbildung eingeschlossen. Ausgebildet werden die ukrainischen Soldaten schon ab der kommenden Woche an der Artillerieschule der Bundeswehr in Idar-Oberstein.
Deutschland wird 7 Panzerhaubitzen 2000 der Ukraine liefern. Das hat Ministerin Lambrecht festgelegt. Damit ergänzen wir die 5 niederländischen Panzerhaubitzen auf 12. Die Ausbildung an den Haubitzen in Deutschland ist vorbereitet und beginnt in der nächsten Woche. pic.twitter.com/Si8xFQQjas— Verteidigungsministerium (@BMVg_Bundeswehr) May 6, 2022
Deutschland wird 7 Panzerhaubitzen 2000 der Ukraine liefern. Das hat Ministerin Lambrecht festgelegt. Damit ergänzen wir die 5 niederländischen Panzerhaubitzen auf 12. Die Ausbildung an den Haubitzen in Deutschland ist vorbereitet und beginnt in der nächsten Woche. pic.twitter.com/Si8xFQQjas
Verteidigungsministerin Lambrecht bezeichnete die Panzerhaubitze 2000 als „eine besondere Waffe“. Tatsächlich kann das Waffensystem, das die Bundeswehr seit 1998 verwendet, mit ihren 155-mm-Geschossen Ziele in einer Entfernung von bis 30 Kilometern bekämpfen, mit reichweitengesteigerter Munition sind es sogar bis zu 40 Kilometer.
Die Ukraine erhält moderne Artilleriesysteme auch von anderen Staaten: So wollen die USA etwa 90 Feldhaubitzen vom Typ M777 an die Ukraine liefern, Frankreich hat zugesagt, 12 mobile Haubitzen vom Typ CAESAR zu liefern. All diese Systeme zeichnen sich durch ihre große Präzision und hohe Reichweite aus. Für die Ukraine könnten die Haubitzen wertvoll sein, um den Gegner in den Kämpfen im Donbass auf Entfernung zu halten.
Mit der Lieferung der Panzerhaubitze 2000 aus Beständen der Bundeswehr ist eine neue Qualität bei den Waffenlieferungen in die Ukraine erreicht: Hatte Deutschland zunächst nur leichte Waffensysteme wie Panzer- und Luftabwehrraketen geliefert, war der Druck in den vergangenen Wochen immer größer geworden, auch schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Zuletzt hatte Deutschland die Ausfuhr von „Gepard“-Flakpanzern genehmigt. Diese werden jedoch nicht mehr von der Bundeswehr genutzt und von der Industrie bereitgestellt. Die Abgabe schwerer Waffen aus Bundeswehrbeständen ist ein Novum.
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