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Dieses vom aserbaidschanischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Foto zeigt angeblich den Einsatz der eigenen Artillierie gegen armenische Positionen.
Berlin/Brüssel. Die schweren Gefechte zwischen den verfeindeten Nachbarn Armenien und Aserbaidschan - beide Länder haben bereits den Kriegszustand verhängt - um die Kaukasusregion Berg-Karabach halten weiter an. Aserbaidschan setzte seine militärische Offensive in der umkämpften Region Berg-Karabach am Dienstag (29. September) fort. Die Truppen bewegten sich in Richtung der Stadt Füsuli und hätten vier armenische Panzer zerstört, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Baku. Seit Beginn der Kämpfe am Wochenende soll es bereits Dutzende Tote sowie zahlreiche Verletzte gegeben haben. Aserbaidschan hatte nach eigenen Angaben bereits am vergangenen Sonntag sieben Dörfer in Berg-Karabach zurückerobert. Militärberichten zufolge nahmen die aserbaidschanischen Truppen in der Bergregion auch strategisch wichtige Anhöhen ein. Kämpfer aus Berg-Karabach versuchten den Angaben zufolge ohne Erfolg, die Stellungen wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Es handelt sich um die schwersten Gefechte seit Jahren. Die Streitkräfte der ölreichen Republik Aserbaidschan sind denen des verarmten Landes Armenien um ein Vielfaches überlegen.
Die Gefechte zwischen den Ländern begannen am frühen Sonntagmorgen. Dabei soll auch Berg-Karabachs Hauptstadt Stepanakert beschossen worden sein.
Die von Armenien kontrollierte Region Berg-Karabach mit geschätzt 145 000 Einwohnern gehört völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan. In einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor Aserbaidschan die Kontrolle über das Gebiet. Es wird heute von christlichen Karabach-Armeniern bewohnt. Armenien setzt auf Russland als Schutzmacht, die dort Tausende Soldaten sowie viele Waffen stationiert hat. Das öl- und gasreiche sowie militärisch hochgerüstete Aserbaidschan hat das Nato-Mitglied Türkei als Verbündeten.
Armenien sieht es bis heute als historisches Unrecht an, dass das seit Jahrhunderten von Christen besiedelte Berg-Karabach unter Sowjetdiktator Josef Stalin dem muslimisch geprägten Aserbaidschan zugeschlagen worden war. Aserbaidschan wiederum beruft sich auf das Völkerrecht, nach dem Berg-Karabach zu seinem Gebiet gehört.
Zahlreiche Politiker weltweit forderten ein sofortiges Ende der Auseinandersetzungen. Die Bundesregierung wertet die neu entfachten Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan als „gefährliche Lage“, wie „Spiegel Online“ berichtet. Es müsse einen Waffenstillstand und sofortige Verhandlungen geben, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Dies sei der dringende Appell der Bundesregierung.
Der deutsche Außenminister Heiko Maas rief beide Konfliktparteien dazu auf, sämtliche Kampfhandlungen und insbesondere den Beschuss von Dörfern und Städten umgehend einzustellen. „Armenien und Aserbaidschan müssen die gewaltsamen Handlungen sofort beenden und den Weg zu substantiellen Verhandlungen begehen“, teilte der SPD-Politiker mit. Der Konflikt um die Region Berg-Karabach könne nur auf dem Verhandlungsweg gelöst werden.
Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell bezeichnete die jüngste Entwicklung als „sehr beunruhigend“. „Deshalb appelliert die EU an beide Seiten, die Gewalt zu unterlassen“, sagte er in Brüssel. Für den Streit könne es keine militärische Lösung geben.
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