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Erinnerung an Tobias Lagenstein und Thomas Tholi
Erinnerung an Hauptmann Markus Matthes
Gedenken: Erinnerung an Matthias Standfuß, Michael Diebel und Michael Neumann
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Teil der Truppe: Frauen sind in der Bundeswehr angekommen. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka
Berlin. Mit Stolz blickt der Deutsche BundeswehrVerband auf den Januar 2000 zurück, als der Europäische Gerichtshof Frauen als Soldatinnen an der Waffe in der Bundeswehr zuließ. Der Fall Tanja Kreil, die sich 1996 als Soldatin beworben hatte, ermöglichte diesen Durchbruch – mit Hilfe des DBwV. Der Verband unterstützte Kreil als Musterklägerin und finanzierte den Prozess – mit Erfolg. Nach dem Urteil aus dem Jahr 2000 wurden 2001 alle Laufbahnen in der Bundeswehr für Frauen geöffnet. Mittlerweile hat sich das weibliche Geschlecht längst in der Truppe etabliert – es gibt mehr als 22.000 Soldatinnen (Quelle: Bundeswehr; Stand November 2019).
„Das Urteil war ein bahnbrechender Erfolg für die Bundeswehr und Deutschland insgesamt. Wir haben damit einen überfälligen Fortschritt für die Gleichberechtigung erzielt und zugleich ein großes Bewerberpotenzial erschlossen, was aufgrund des demographischen Wandels dringend notwendig ist“, betont Oberstabsfeldwebel Jürgen Görlich, stellvertretender Bundesvorsitzender des DBwV.
Frauen in der Bundeswehr sind dabei nicht ganz neu. Im Sanitätsdienst oder als zivile Beschäftigte waren sie schon seit Jahrzehnten dabei. Die ersten Ärztinnen wurden ab 1975 zugelassen, um den Ärztemangel entgegenzuwirken. Das weibliche medizinische Fachpersonal im Status der Soldatin folgte ab 1991. Ab 2001 kam der große Aufschwung. Rund 6.700 Soldatinnen zählte die Truppe in dem Jahr. Die Statistik zeigt: bis heute steigt die Zahl kontinuierlich an. Blickt man weiter in die Vergangenheit, sind die Frauen im Jahr 1985 mit 117 Soldatinnen noch deutlich schwach vertreten. Bereits zehn Jahre später, 1995, sind es mehr als 2.800. Der größte Sprung lässt sich im Jahrzehnt 2000 bis 2010 erkennen: von 4.648 steigt der Frauenanteil auf 17.533.
In allen Teilbereichen der Bundeswehr sind Frauen mittlerweile selbstverständlich. Mehr als 7.800 sind Beamtinnen. Der Großteil dient in Uniform. Den größten Frauenanteil hat nach wie vor der Sanitätsdienst (8.140). Eine Laufbahn im Heer absolvieren derzeit 4.341 Frauen. Die Luftwaffe zählt 2.335 Kameradinnen und die Marine 1.641. In der Streitkräftebasis leisten 2.888 Frauen ihren Dienst, im noch vergleichsweise jungen Bereich Cyber- und Informationsraum sind 1.262. Im Ministerium und in anderen Bereichen sind es insgesamt 1.973.
Wie auch bei den Männern, sind die meisten Frauen Soldaten auf Zeit (17.496). Berufssoldatinnen gibt es derzeit 3.529. Der Rang des Unteroffiziers mit Portepee verzeichnet die meisten Frauen (7.948), ohne Portepee sind es 3.508. In der Laufbahn des Offiziers befinden sich 5.869 Frauen. Etwas weniger (5.225) entschieden sich für die Mannschaften.
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