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Erinnerung an Tobias Lagenstein und Thomas Tholi
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Zurück im Einsatz: Kurz nach dem Anschlag kehrte Generalmajor Markus Kneip zurück nach Afghanistan. Foto: Bundeswehr
Berlin. Drei Tage nach dem Tod von Hauptmann Markus Matthes am 25. Mai 2011 sind die Soldatinnen und Soldaten im Feldlager Kundus noch in Trauer. Ihr Kamerad war gefallen – getötet durch eine Sprengfalle. Am 28. Mai 2011 hielt Generalmajor Markus Kneip die Trauerrede für Matthes. Nur wenige Stunden später fielen zwei weitere Soldaten: Hauptfeldwebel Tobias Lagenstein und Major Thomas Tholi. Sie starben bei einem Anschlag auf den Generalmajor. Heute jährt sich ihr Todestag zum neunten Mal.
Lagenstein fungierte als Personenschützer für Kneip, Tholi war sein Berater. Sie waren mit dem Kommandeur Regional Command (RC) North zu Gesprächen mit dem nordafghanischen Polizeichef Mohammed Daoud Daoud nach Taloqan gefahren. Als sie den Gouverneurspalast verließen, erwischte sie die Sprengfalle. Ein Attentäter hatte den Sprengsatz gezündet. Nicht nur die zwei deutschen Soldaten verloren ihr Leben, auch der nordafghanische Polizeichef und vier weitere Afghanen überlebten den Anschlag nicht.
Kneip überlebte schwer verwundet. Trotz seiner schweren Verbrennungen – unter anderem auch im Gesicht – setzte er alles daran, seinen gefallenen Kameraden das letzte Geleit zu geben. Gegen ärztlichen Rat verließ er das Krankenbett, damit er Lagenstein und Tholi die letzte Ehre erweisen konnte.
Wenige Wochen später, im Juli 2011, ging Kneip bereits zurück in den Auslandseinsatz nach Afghanistan. Dort bekleidete er dann wieder den Posten als Kommandeur des RC North. Mittlerweile ist Markus Kneip General und Stabschef beim Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE) in Casteau bei Mons in Belgien.
Zu Ehren Lagensteins wurde eine Kaserne in Hannover nach dem gefallenen Feldjäger benannt. Die ehemalige Emmich-Cambrai-Kaserne trägt seit 2018 den Namen Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne, es handelt sich um die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr.
Die gefallenen und verwundeten Kameraden in würdiger Erinnerung zu behalten und ihrer immer wieder zu gedenken, ist dem DBwV ein Anliegen von höchster Priorität. All die Frauen und Männer, die bei der Verteidigung von Freiheit und Demokratie ihr Leben verlieren oder zu Schaden kommen, dürfen niemals in Vergessenheit geraten.
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