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Calw. Der Oberbürgermeister der Stadt Calw, Florian Kling (SPD), hält den angekündigten Umbau des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr für einen richtigen und notwendigen Schritt. «Die Auflösung einer Einsatzkompanie des KSK ist das krasseste Zeichen der Politik, dass sie die Vorgänge ernst nimmt», sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (30. JUni).
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will das in Calw stationierte KSK nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle grundlegend umstrukturieren. Sie will das Konzept, das der dpa, am Mittwoch dem Verteidigungsausschuss des Bundestags präsentieren und auf einer Pressekonferenz vorstellen. Demnach wird die 2. Kompanie Kommandokräfte aufgelöst.
Das KSK hat seit 2017 immer wieder mit rechtsextremistischen Vorfällen Schlagzeilen gemacht. Alles begann im April 2017 mit einer Abschiedsparty für einen KSK-Kommandeur, bei der mit Schweineköpfen geworfen, Rechtsrock gespielt und der Hitlergruß gezeigt worden sein soll. Bei einem der Partygäste fand die sächsische Polizei später ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff.
Im Januar gab der Militärische Abschirmdienst (MAD) bekannt, dass bei der Elitetruppe 20 Soldaten unter Rechtsextremismus-Verdacht stehen. Im Verhältnis zur Truppenstärke war der Anteil zu diesem Zeitpunkt fünf Mal so hoch wie bei der Bundeswehr insgesamt. Im Mai setzte Kramp-Karrenbauer eine Arbeitsgruppe ein, um ein Konzept zur Unterbindung rechtsextremistischer Tendenzen im KSK zu erarbeiten, über das sie jetzt entschieden hat.
Viele Bewohner Calws hätten sich Sorgen gemacht, was beim KSK los sei, sagte Kling. Die Geheimhaltung sei so auf die Spitze getrieben worden, dass man vom KSK nie etwas mitbekommen habe. «Außer dann, wenn Skandale passierten.»
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