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Tunis. Deutschland ist nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas bereit, sich weiter am Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu beteiligen. Der Tod von IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi sei zwar ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den IS-Terror, «aber wir müssen uns auch darüber klar sein, dass der Kampf damit gegen den IS in Gänze ganz sicher nicht zu Ende sein wird», sagte Maas am Montag (28. Oktober) bei einem Besuch in Tunis. Man müsse beobachten, welche Auswirkungen der Tod Al-Bagdadis auf die Struktur der Organisation habe.
Deutschland habe grundsätzlich eine «eigene Verantwortung» bei der Bekämpfung des IS, sagte der SPD-Politiker auf die Frage, wie es bei einem Abzug der USA aus Syrien im Kampf gegen die Terrormiliz weitergehe. «Ich bin mir sicher, dass auch von Deutschland erwartet wird - und auch zurecht erwartet wird -, dass wir uns am Kampf gegen den Islamischen Staat beteiligen und dem stellen wir uns auch.» Derzeit sei noch nicht ganz klar, inwieweit sich die Vereinigten Staaten komplett aus Syrien zurückziehen werden.
Der SPD-Politiker verwies darauf, dass der Bundestag erst in der vergangenen Woche den Bundeswehreinsatz gegen den IS verlängert habe. Die Mission von deutschen Tornado-Aufklärungsflugzeugen und Tankflugzeugen soll aber nur noch bis zum 31. März fortgesetzt werden. Daneben ist die Bundeswehr mit Militärausbildern im Irak an der Anti-IS-Koalition beteiligt, der rund 80 Länder angehören. Im November soll bei einem Treffen dieser Koalition ausgelotet werden, wie es weitergeht.
Nach Schätzungen der von den USA geführten Anti-IS-Koalition halten sich noch 14 000 bis 18 000 IS-Anhänger im früheren Herrschaftsgebiet der Dschihadisten in Syrien und im Irak auf.
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