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Krieg im Kopf: Der einsatzgeschädigte Veteran Stephan Kremer versucht, das Erlebte mit seiner Musik zu verarbeiten. Foto: Daniela Skrzypczak - Gesichter des Lebens
„Es hört einfach nicht auf im Kopf“ – diesen und ähnliche Sätze hören wir in der Soldaten und Veteranen Stiftung in den vergangenen fast zehn Jahren des Bestehens der Stiftung immer häufiger. Ob wir nun zum Pfad der Erkenntnis oder zur Veteranenwoche einladen, immer wieder stoßen wir in den vielen Gesprächen auf das gleiche Phänomen.
Es geistert im Kopf herum, Trigger stoßen einen immer wieder zurück ins Loch. Es ist schon fast wie ein Krieg im Kopf. Krieg im Kopf – genau so beschreibt es auch der Veteran und einsatzgeschädigte Soldat Stephan Kremer.
Stephan Kremer ist für uns kein Unbekannter. Er nahm schon an der Veteranenwoche mit seiner Familie teil und versuchte so, wieder Tage mit seinen Liebsten zu genießen. Ebenso ließ er sich fotografieren und porträtieren und ist ein Teil der „Gesichter des Lebens“. Dieses Shooting war vielleicht der Anstoß, den er brauchte.
Den Kampf – nein der „Krieg im Kopf“, so wie er es getauft hat, hat er angenommen, um es zu bekämpfen. Er veröffentlicht unter dem Namen Mazibora seinen ersten Song „Krieg im Kopf“ in kleiner Runde. Es folgte der Song zum Fotoprojekt „Gesichter des Lebens“ mit gleichnamigem Titel.
Die Weltpremiere fand während der Vernissage im Zentrum Innere Führung der Bundeswehr statt. Seine Texte gehen unter die Haut. Er verarbeitet seinen Krieg und kämpft mit seinen Songs dagegen an.
Immer wieder benötigt er Auszeiten. Unterstützung findet er bei seiner Familie, seiner Frau Jacky und seinen beiden Kindern.
Denn diese geben ihm die Kraft, um die Krankheit zu verstehen und dagegen zu kämpfen. Es gibt eine beeindruckende Aussage von ihm zum Thema Kameradschaft: „Kameradschaft ist: Wenn ihr mich braucht, dann düse ich los. Diese Bedingungslosigkeit vermisse ich hier in meinem zivilen Leben. Dieses Gefühl fehlt mir.“
Aus diesem Grund entsteht das Projekt „Krieg im Kopf“. Das ist sein Motto und auch sein Leben.
Was sagt Stephan Kremer selbst zu KiK? „Zunächst war es nur ein Gedanke. Jetzt, knapp ein Jahr später, ist es eine Bewegung. Diese soll den Betroffenen, aber auch deren Umfeld ein besseres Verständnis für psychische Erkrankungen geben. Ich spüre Zeile für Zeile, Song für Song, dass viele Betroffene sich immer weiter öffnen. Sie zeigen auf, dass sie als Mensch existieren wollen und schreiben mir sehr oft, dass meine Lieder ihnen Trost schenken. Endlich würde jemand das aussprechen, was viele nicht mehr können. Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich einen Weg gefunden habe, nicht nur mir selbst zu helfen, sondern auch anderen Mut zu machen. Denn genau das fehlt den meisten von uns – jemand, der an uns glaubt und sagt: ‚Wir schaffen es zusammen.‘“
Derzeit bringt Stephan Veteranen zusammen, um „Krieg im Kopf“ ein vertrautes Bündnis zu geben. Mit den ersten sieben hat er direkt den Song PTBS (featuring Emily Manera) auf die Beine gestellt, um ein ganz klares Statement zu setzen.
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