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Berlin: Die Bundeswehr ist nach Einschätzung des Inspekteurs des Deutschen Heeres nur unzureichend gegen Angriffe mit Drohnen gerüstet. Diese «Fähigkeitslücke» müsse schnell geschlossen werden, forderte Generalleutnant Alfons Mais in einem Beitrag für den Förderkreis des Deutschen Heeres. Er verwies auf den Verlauf der Kämpfe um Berg-Karabach, wo Aserbaidschan mit dem Einsatz von Drohnen gegen armenische Truppen ganze Frontverläufe geändert hatte.
«Besonders treibt mich zurzeit der Schutz unserer Einsatztruppenteile vor Bedrohungen aus der Luft um», schrieb Mais. Er verwies auf eine bereits vor vier Jahren begonnene Initiative des Heeres für eine «qualifizierte Fliegerabwehr», die bis 2023 verfügbar sein sollte. Dafür war auch die Bedrohungslage durch islamistische Terrorgruppen und der boomende Privatdrohnenmarkt ausgewertet worden.
Mais plädierte für eine weitere Steigerung des Verteidigungsetats, um Aufgaben der nächsten Jahre gerecht zu werden. «Nur mit einem hochwertigen, verlässlichen Beitrag deutscher Landstreitkräfte zur Bündnisverteidigung und im Rahmen des Internationalen Krisenmanagements bewahren wir gemeinsam den Frieden in und für Europa. Eine Sicherheitspolitik «nach Kassenlage» ist mit diesem Anspruch nur schwer vereinbar», so Mais.
Der General verwies darauf, dass für den deutschen Beitrag zur schnellen Eingreiftruppe der Nato (VJTF) 2023 erneut das Material zusammengesucht werden muss. Es sei «leider erneut nicht gelungen, die Panzergrenadierbrigade 37 aus sich heraus für ihren Auftrag auszurüsten», schrieb er. «Materialverschiebungen werden - wenngleich in geringerem Maße als noch in 2019 - nicht vermieden werden können.»
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