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Straßburg. Nach Ansicht von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gibt es in Deutschland Grenzen beim Kampf gegen Islamisten in der Sahelzone. Diese lägen weit unterhalb eines Kampfeinsatzes, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch bei der Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung in Straßburg. Deutschland sei zwar militärisch zu einem stärker bewaffneten Kampf in der Sahelzone in der Lage. «Wir haben die schnellen Eingreiftruppen, wir haben die Spezialkräfte», sagte sie. «Aber wir haben ein andere Tradition», fügte sie hinzu.
Der deutsche Beitrag bei Auslandseinsätzen liege besonders bei der Unterstützung und der Ausbildung der Akteure vor Ort. «Ob das für die Zukunft immer so ausreichen wird, ist eine Frage, die politisch diskutiert werden muss und politisch entschieden werden muss.» Vor kurzem war bekannt geworden, dass die Bundesregierung die Bitten Frankreichs um eine Beteiligung an einem Einsatz europäischer Spezialeinheiten für den Kampf gegen Islamisten im Krisenstaat Mali bereits zwei Mal abgelehnt hat.
«Angesichts der Verschlechterung der Sicherheitslage können unsere beiden Länder nicht taub bleiben gegenüber den Appellen, die von den Partnern im Sahelgebiet kommen. Wir werden gemeinsam darauf antworten», betonte Kramp-Karrenbauers Amtskollegin Florence Parly.
Frankreich kämpft in Mali und weiteren Ländern der Sahelzone mit der Truppe «Barkhane» gegen islamistische Terroristen. Ihr gehören etwa 4500 Soldaten an. In Mali sind auch bis zu 1100 Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Sie sind Teil der bislang weitgehend wirkungslosen UN-Mission zur Stabilisierung des Landes (Minusma) sowie der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali. In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat oder Al-Kaida die Treue geschworen.
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