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Ämari. Die Bundeswehr überwacht in den kommenden acht Monaten erneut den Luftraum über den baltischen Nato-Staaten Estland, Lettland und Litauen. Ein Geschwader der Luftwaffe übernahm am Montag (31. August) von Frankreich das Kommando auf der estnischen Luftwaffenbasis Ämari. Für den Einsatz werden bis zu sechs «Eurofighter» stationiert. Wechselnde Kontingente deutscher Soldaten auf dem Stützpunkt werden zunächst bis Jahresende ein Geschwader aus Wittmund, danach bis Ende April 2021 eine Einheit aus Neuburg an der Donau.
Estland, Lettland und Litauen haben keine eigenen Luftstreitkräfte. Die Nato sichert deshalb bereits seit 2004 von Militärstützpunkten in Ämari (Estand) und Siauliai (Litauen) den baltischen Luftraum. Deutschland übernimmt die Aufgabe zum zwölften Mal. Zuletzt war die Luftwaffe von September 2018 bis April 2019 beim «Air Policing Baltikum» im Einsatz.
Nach Angaben einer estnischen Armeesprecherin ist Deutschland nun zum siebten Mal mit seinen Kampfjets in Ämari präsent - und damit so oft wie bislang noch kein anderer Nato-Verbündeter Estlands. Überwachen werden die deutschen Piloten den Luftraum über dem Baltikum gemeinsam mit den italienischen Streitkräften, die das Kommando am Stützpunkt in Siauliai übernehmen werden.
Zusätzlich wird die Bundeswehr in diesem Jahr einen verlegefähigen Luftverteidigungsgefechtsstand in die Mission integrieren. Zum größten Teil soll dieser in Siauliai, aber teils auch in Skede (Lettland) und Ämari stationiert sein, teilte die Luftwaffe mit.
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