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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
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Berlin. Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die in Afghanistan vorrückenden Taliban davor gewarnt, ein Kalifat in dem umkämpften Land zu errichten. Dann werde es «keinen Cent» an deutscher Entwicklungshilfe mehr geben, die derzeit bei rund 430 Millionen Euro pro Jahr liege, sagte Maas am Donnerstag im ZDF-«Morgenmagazin». «Das wissen auch die Taliban.» Er rechne damit, dass sich die Islamisten an der Regierung in Afghanistan beteiligen und sie dominieren wollen. Es sei dann entscheidend, wie die künftige Verfassung des Landes aussehen werde und welche Rechte es für die Menschen geben werde.
Am Donnerstag war die wichtige Provinzhauptstadt Gasni im Südosten Afghanistans an die militant-islamistischen Taliban gefallen. Das bestätigten drei Provinzräte der Deutschen Presse-Agentur. Die strategisch wichtige Stadt liegt weniger als 150 Kilometer von der Hauptstadt Kabul entfernt.
Der Rückzug der Bundeswehr aus dem Land sei eine Folge des Abzugs der USA gewesen, betonte Maas. Ohne die US-Streitkräfte und außerhalb der Nato habe ein militärisches Engagement dort keinen Sinn. Er verteidigte aber die Fortschritte, die durch den Einsatz der Bundeswehr und ihrer internationalen Partner in Afghanistan erzielt worden seien, zum Beispiel bei Lebenserwartung, Kindersterblichkeit und Durchschnittseinkommen. «Dies gilt es zu erhalten», sagte der Außenminister.
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