Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
Eine Entscheidung, die bis heute schwere Folgen hat
Der Verband der Berufssoldaten der DDR – Interessenvertretung und Lernort demokratischer Mitbestimmung.
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Erinnerung an die Gefallenen vom OP North
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
1989 ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt - als Soldat im Zwiespalt zwischen christlicher Erziehung und möglichen Befehlen. Fregattenkapitän a.D. Hans-Heinrich Schneider berichtete in Meckenheim von seinen persönlichen Erfahrungen. Foto: Hans-Joachim Unger
Ein spannender, aber im Zusammenhang des 30. Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung kaum besprochener Bereich, war die Zusammenführung der beiden deutschen Streitkräfte. Anlass genug für die KERH Großraum Bonn zu diesem Thema eine Vortragsveranstaltung anzubieten. Mit Fregattenkapitän a.D. Hans-Heinrich Schneider konnte hierzu ein kompetenter Referent gewonnen werden.
Schneider hat sowohl in der Nationalen Volksarmee (NVA) der damaligen DDR, als auch in der Bundeswehr gedient. Nach seiner Pensionierung war er mehrfach im Auftrag der "European Union Monitoring Mission" in Georgien im Einsatz. Zuletzt war er als Wahlbeobachter im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Weißrussland.
In seinem Vortrag berichtete er im Wesentlichen aus der Zeit von 1986 bis 1989. Schneider stellte von Anfang an klar, dass man als Betroffener oft zwischen Objektivität und Emotionalität hin und her gerissen sei. Eindrucksvoll schilderte er die sich damals mehr und mehr entwickelnde persönliche Zerrissenheit, verursacht durch offizielle staatliche Informationen und persönlich gewonnene Nachrichten, beispielsweise aus Teilen der Familie oder des Fernsehens. Diese persönliche Sicht setzte er in einen großen historischen Zusammenhang. „Als Soldat im Zwiespalt zwischen christlicher Erziehung und möglichen Befehlen, sah man sich ganz besonderen Herausforderungen 1989 ausgesetzt.“ Seine Zuhörer konnten dies gut nachvollziehen, auch die Erleichterung nach dem Mauerfall, als dann alle Zwänge und der Druck weg waren.
In der regen Diskussion wurde schnell auch deutlich, wie wichtig diese Erlebnisse für das gegenseitige Verständnis sind. In der Zusammenfassung dankte der Organisator der Veranstaltung, Oberstleutnant a.D. Hans-Joachim Unger, für die interessante und offene Diskussion und machte deutlich, dass die Zusammenführung der beiden Armeen eine der Erfolgsgeschichten der Wiedervereinigung war. Eine Feststellung, die durch den Zuhörerkreis mit Beifall bedacht wurde.
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