70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Gefahr im Anflug: Warum Deutschland bei der Drohnenabwehr hinterherhinkt
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
1989 ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt - als Soldat im Zwiespalt zwischen christlicher Erziehung und möglichen Befehlen. Fregattenkapitän a.D. Hans-Heinrich Schneider berichtete in Meckenheim von seinen persönlichen Erfahrungen. Foto: Hans-Joachim Unger
Ein spannender, aber im Zusammenhang des 30. Jahrestages der Deutschen Wiedervereinigung kaum besprochener Bereich, war die Zusammenführung der beiden deutschen Streitkräfte. Anlass genug für die KERH Großraum Bonn zu diesem Thema eine Vortragsveranstaltung anzubieten. Mit Fregattenkapitän a.D. Hans-Heinrich Schneider konnte hierzu ein kompetenter Referent gewonnen werden.
Schneider hat sowohl in der Nationalen Volksarmee (NVA) der damaligen DDR, als auch in der Bundeswehr gedient. Nach seiner Pensionierung war er mehrfach im Auftrag der "European Union Monitoring Mission" in Georgien im Einsatz. Zuletzt war er als Wahlbeobachter im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Weißrussland.
In seinem Vortrag berichtete er im Wesentlichen aus der Zeit von 1986 bis 1989. Schneider stellte von Anfang an klar, dass man als Betroffener oft zwischen Objektivität und Emotionalität hin und her gerissen sei. Eindrucksvoll schilderte er die sich damals mehr und mehr entwickelnde persönliche Zerrissenheit, verursacht durch offizielle staatliche Informationen und persönlich gewonnene Nachrichten, beispielsweise aus Teilen der Familie oder des Fernsehens. Diese persönliche Sicht setzte er in einen großen historischen Zusammenhang. „Als Soldat im Zwiespalt zwischen christlicher Erziehung und möglichen Befehlen, sah man sich ganz besonderen Herausforderungen 1989 ausgesetzt.“ Seine Zuhörer konnten dies gut nachvollziehen, auch die Erleichterung nach dem Mauerfall, als dann alle Zwänge und der Druck weg waren.
In der regen Diskussion wurde schnell auch deutlich, wie wichtig diese Erlebnisse für das gegenseitige Verständnis sind. In der Zusammenfassung dankte der Organisator der Veranstaltung, Oberstleutnant a.D. Hans-Joachim Unger, für die interessante und offene Diskussion und machte deutlich, dass die Zusammenführung der beiden Armeen eine der Erfolgsgeschichten der Wiedervereinigung war. Eine Feststellung, die durch den Zuhörerkreis mit Beifall bedacht wurde.
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