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Das Minenjagdboot "Bad Rappenau" beteiligt sich in den kommenden Monaten am Ständigen NATO-Minenabwehrverband 2. Die Fahrt führt ins Schwarze Meer. Archivfoto: Bundeswehr/Björn Wilke
Deutschland verstärkt sein Engagement an der Süd-Ost-Flanke des Bündnisgebiets: Ab Mitte Februar werden sich drei Eurofighter der Luftwaffe am Air Policing in Rumänien beteiligen. Zudem wird sich das Minenjagdboot „Bad Rappenau“ dem Ständigen Minenabwehrverband 2 der NATO anschließen – es geht ins Schwarze Meer.
„In der aktuellen und volatilen sicherheitspolitischen Lage werden wir die NATO an vorderster Front repräsentieren, ein Umstand, der allen Besatzungsmitgliedern bewusst ist und unser Handeln bestimmt“, so der Kommandant der „Bad Rappenau“, Korvettenkapitän Jan Brodersen (37). Das Minentauchereinsatzboot wird seinen Heimathafen Kiel nach Angaben der Marine am 7. Februar verlassen und zunächst Kurs in Richtung Mittelmeer nehmen. In der israelischen Hafenstadt Haifa wird sich die „Bad Rappenau“ mit den übrigen Schiffen und Booten des NATO-Einsatzverbands treffen. Anschließend geht es für die „Standing NATO Mine Countermeasures Group 2“ (SNMCG 2) durch den Bosporus ins Schwarze Meer.
Das Minentauchereinsatzboot besucht auf seiner Fahrt neun Länder, elf Häfen und nimmt an fünf internationalen Manövern teil. Korvettenkapitän Brodersen formuliert es so: „Die internationale Zusammenarbeit war und ist für mich immer eines der prägnantesten und schönsten Merkmale der Marine. Der Austausch mit anderen Nationen, auf See oder im Hafen, erweitert den eigenen Horizont ungemein. Dazu habe ich das Glück, mit einer hervorragenden Besatzung zur See fahren zu dürfen, die den Höhen und Tiefen einer Abwesenheit von über fünf Monaten absolut gewachsen ist.“ Besonderheiten des Einsatzes sind natürlich der Hafenbesuch in Haifa und der Einsatz im Schwarzen Meer. „Auf beides freue ich mich besonders, bin mir aber auch der besonderen Herausforderungen bewusst“, so der 37-jährige Kommandant. Das Boot und seine Besatzung werden Anfang Juli in Deutschland zurückerwartet.
Fregattenkapitän Marco Thiele, Vorsitzender Marine im DBwV-Bundesvorstand, wünscht der „Bad Rappenau“ alles Gute für die bevorstehende Einsatzfahrt: „Ich wünsche Besatzung und Kommandant ‚Fair winds and following seas‘. Viel Erfolg und auch viel Spaß bei den bevorstehenden Ausbildungsabschnitten und Aufgaben. Kommen Sie alle gesund an Leib und Seele zurück.“
Bündnisgeschlossenheit demonstrieren! Wir beteiligen uns mit 3 Eurofightern an der NATO Mission „enhanced Air Policing South“ in ????????. Integriert in das ???????? Eurofighter Kontingent stellen wir eine gemischte Alarmrotte, um den südl. #NATO Luftraum zu sichern. #QRA#StrongerTogetherpic.twitter.com/IA7LmlGmPI— Team_Luftwaffe (@Team_Luftwaffe) January 28, 2022
Bündnisgeschlossenheit demonstrieren! Wir beteiligen uns mit 3 Eurofightern an der NATO Mission „enhanced Air Policing South“ in ????????. Integriert in das ???????? Eurofighter Kontingent stellen wir eine gemischte Alarmrotte, um den südl. #NATO Luftraum zu sichern. #QRA#StrongerTogetherpic.twitter.com/IA7LmlGmPI
Im Schwarzen Meer ist die „Bad Rappenau“ an der maritimen Süd-Ost-Flanke der Nato unterwegs. Rumänien, Bulgarien und die Türkei sind Anrainerstaaten des Bündnisses an dem Gewässer, das zugleich Einflusssphäre von Russland mit seinen Stützpunkten auf der Krim sowie der Ukraine ist. In der Region ist dann auch die Luftwaffe in den kommenden Monaten präsent: Im Rahmen des „NATO enhanced Air Policing South“ beteiligen sich drei Eurofighter an der Sicherung des rumänischen Luftraums. Dazu werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums 55 Soldatinnen und Soldaten in die rumänische Hafenstadt Constan?a verlegt. Die deutschen Kampfjets werden in ein italienisches Eurofighter-Kontingent integriert. Flugzeuge und Personal kommen aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74, das in Neuburg an der Donau beheimatet ist. Nach Angaben der Luftwaffe wurde der NATO-Einsatz langfristig geplant.
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