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Wieder auf deutschem Boden: Die ersten Soldatinnen und Soldaten, die an der Evakuierungsmission in Afghanistan beteiligt waren, sind im niedersächsischen Wunstorf gelandet. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Martin Meissner
Sie sind zurück! Zwei Airbus A400M und ein Airbus A310 der Luftwaffe sind am Freitagabend in Wunstorf gelandet. An Bord: Die bei der Evakuierungsoperation am Kabuler Flughafen eingesetzten Soldatinnen und Soldaten. Die Maschinen waren am Nachmittag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent gestartet.
Zwei A400M und ein A310 sind soeben in Wunstorf gelandet. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben seit 16. August alles gegeben, um so viele zu Schützende wie möglich aus #Afghanistan zu evakuieren. Ihr herausragender Einsatz macht stolz. pic.twitter.com/QIUWd3Drl8— Verteidigungsministerium (@BMVg_Bundeswehr) August 27, 2021
Zwei A400M und ein A310 sind soeben in Wunstorf gelandet. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben seit 16. August alles gegeben, um so viele zu Schützende wie möglich aus #Afghanistan zu evakuieren. Ihr herausragender Einsatz macht stolz. pic.twitter.com/QIUWd3Drl8
„Unsere Soldatinnen und Soldaten haben seit 16. August alles gegeben, um so viele zu Schützende wie möglich aus Afghanistan zu evakuieren. Ihr herausragender Einsatz macht stolz.“, twitterte das BMVg.
In Taschkent hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Soldatinnen und Soldaten gemeinsam mit der Wehrbeauftragten Eva Högl und dem Generalinspekteur Eberhard Zorn in Empfang genommen.
In Taschkent dabei war auch der Bundesvorsitzende. Oberstleutnant André Wüstner sagte: „Was unsere Soldatinnen und Soldaten erlebt haben, macht fassungslos und stolz zugleich. Gut, dass ich mit der Ministerin, dem GI und der Wehrbeauftragten in Taschkent viel Zeit zum Zuhören hatte. Gut, dass Zuhören und Dank in diesen Momenten oberste Priorität haben! Wir haben eine Truppe, die bis zur letzten Minute ihr Leben zur Rettung Schutzbefohlener eingesetzt hat, eine Bundeswehr, auf die sich Deutschland jederzeit verlassen kann. Bei allen offenen Fragen, bei manch verständlicher Wut und Unverständnis über die Gesamtsituation: Heute sollten wir einfach nur froh sein, dass alle auf dem Rückflug nach Wunstorf sind und einfach Danke sagen! Dabei sind wir mit unseren Gedanken bei den gestern gefallenen US-Kameraden und getöteten Afghanen.“
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer dankte den Einsatzkräften für ihre schwere Mission. Ihr sei in Gesprächen deutlich geworden, dass die Soldatinnen und Soldaten, die Diplomaten aus Kabul sowie Polizisten „Unfassbares gesehen und erlebt haben und dass sie Unglaubliches geleistet haben“, sagte die CDU-Politikerin auf dem Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover.
Die Männer und Frauen unter dem Kommando von Brigadegeneral Jens Arlt, dem Kommandeur der Luftlandebrigade 1, hätten volles Vertrauen bekommen und „dieses Vertrauen und alle Erwartungen, wie wir in sie gesetzt haben, mehr als erfüllt“. Kramp Karrenbauer sagte auch: „Die ersten Gedanken auch an dem heutigen Abend gelten den Opfern des fürchterlichen Terroranschlags gestern, sowohl den zivilen Opfern aber natürlich insbesondere auch den amerikanischen Kameraden, mit denen diese Operation vor Ort Seite an Seite durchgeführt worden ist.“
Gänsehaut. ???? pic.twitter.com/VVIYYPzIqR— Verteidigungsministerium (@BMVg_Bundeswehr) August 27, 2021
Gänsehaut. ???? pic.twitter.com/VVIYYPzIqR
Auch der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos, Generalleutnant Erich Pfeffer, würdigte den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten. „Der heutige Tag ist angesichts der dramatischen Lage in Afghanistan kein Grund zum Feiern. Aber, es ist ein Tag zur Würdigung der erfolgreichen Evakuierung von mehr als 5000 Menschen, ein Tag zur Würdigung Ihres extrem intensiven Einsatzes über nahezu zwei Wochen“, sagte Pfeffer in Wunstorf vor den mit Waffen angetretenen Einsatzkräften.
Pfeffer weiter: „Gleichzeitig ist es äußerst schmerzhaft zu wissen, dass es uns in der begrenzten Zeit nicht gelungen ist und auch nicht gelingen konnte, alle zu evakuieren, die mit oder für Deutschland in Afghanistan gearbeitet haben.“ Pfeffer würdigte den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten, darunter Fallschirmjäger aus Seedorf (Niedersachsen), das Kommando Spezialkräfte (KSK) aus Calw (Baden-Württemberg), Hubschrauberteams der Spezialkräfte der Luftwaffe aus Laupheim (Baden-Württemberg) sowie Militärpolizisten aus Berlin, Hilden und München sowie Soldaten aus anderen Standorten. An der Evakuierungsmission waren nach Angaben der Bundeswehr 454 Einsatzkräfte beteiligt, darunter 19 Soldatinnen.
Der Abschluss des Einsatzes: General Pfeffer meldet die Evakuierungsoperation in #Afghanistan an Verteidigungsministerin @akk als beendet. pic.twitter.com/UsXRniyjXZ— Verteidigungsministerium (@BMVg_Bundeswehr) August 27, 2021
Der Abschluss des Einsatzes: General Pfeffer meldet die Evakuierungsoperation in #Afghanistan an Verteidigungsministerin @akk als beendet. pic.twitter.com/UsXRniyjXZ
Der Bundespräsident äußerte sich auf den Social-Media-Kanälen: „Auf die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist Verlass! Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen. Unser Land ist stolz auf Sie.“ Es habe sich um einen „mutigen Einsatz in einer sehr gefährlichen Mission“ gehandelt, wie nicht zuletzt der brutale Anschlag am Flughafen Kabul vom Donnerstag gezeigt habe, schrieb Frank-Walter Steinmeier. „Gemeinsam mit unseren Verbündeten haben Sie tausende Menschen aus Afghanistan in Sicherheit gebracht“, schrieb Steinmeier weiter.
Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur war am Freitagabend noch ein Teil der Einsatzkräfte und des Materials noch in Taschkent. Gestern hatte das BMVg bekanntgegeben, dass der A400M MedEvac einen weiteren Tag in Taschkent bleiben sollte, um bei Bedarf die US-Truppen in Kabul zu unterstützen.
Aktualisiert am 27.08.2021, 22:05 Uhr.
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