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Deutsche Pioniere und ein Kampfpanzer Leopard 2 bei der Nato-Großübung "Trident Juncture" im November 2018 in Norwegen: Mit dem Manöver wurde die Verlegefähigkeit der VJTF unter Beweis gestellt. Foto: Bundeswehr/Marco Dorow
30.000 Artikel – vom „Kampfpanzer bis zur Nachtsichtbrille“ – das ist die Zahl der Ausrüstungsgegenstände, die für die VJTF 2019 von anderen Verbänden des Heeres an die Panzerlehrbrigade 9 zwecks Sicherstellung der Auftragserfüllung abgestellt werden mussten. Das gibt der Inspekteur des Heeres in seinem Inspekteurbrief zum Wechsel der Führungsverantwortung der VJTF bekannt und richtet seinen Blick nach vorn: Die VJTF 2023 steht dann wieder unter deutscher Führung. Auch dann ist aber mit Fähigkeitsdefiziten zu rechnen, etwa im Bereich der Drohnenabwehr.
Ende Januar endet die gut dreijährige Bereitstellungphase für die schnelle multinationale Eingreiftruppe der Nato, die Very High Readiness Joint Task Force, die Führungsverantwortung wird dann an die Türkei abgegeben. Mit einem Inspekteurbrief dankte jetzt Generalleutnant Alfons Mais, Inspekteur des Heeres, allen Beteiligten seiner Teilstreitkraft, aber auch den Unterstützern aus anderen TSK und Organisationsbereichen für die „vorbildliche Auftragserfüllung“. Das Deutsche Heer habe Verlässlichkeit und Leistungsfähigkeit bewiesen, so Generalleutnant Mais.
Für die Erfüllung des Auftrags war der VJTF-Verband aber auf kräftige Unterstützung anderer Verbände des Heeres angewiesen, die Material abgeben mussten. Mais spricht von 30.000 Artikeln. „Die abgebenden Verbände mussten Verzicht üben und über einen längeren Zeitraum Einschränkungen ihrer Ausbildungsfähigkeit hinnehmen“, stellt der Inspekteur des Heeres fest.
Für Generalleutnant Mais kommt es nun darauf an, die „Lehren aus der VJTF (L) 2019 in die Vorbereitung der VJTF (L) 2023 zu tragen“. Nach der Panzerlehrbrigade 9 wird die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ die Führungsverantwortung für die VJTF 2023 übernehmen. Die Vorbereitungen starten schon in diesem Jahr: Generalleutnant Mais spricht von ersten Materialzusammenziehungen und nationalen Übungen.
Mais rechnet mit weiteren Verbesserungen in der Materialausstattung. So seien mit der Verfügbarkeit eines „Battle-Management-Systems“ im Großverband deutliche Fortschritte in der Führungsfähigkeit verbunden. Mit der Einplanung des Kampfpanzers Leopard 2A7V werde „ein Sprung im Bereich der Durchsetzungsfähigkeit“ erreicht. Der Inspekteur weiter: „Ich verfolge auch weiterhin die Absicht, die VJTF (L) 2023 mit dem Schützenpanzer Puma in den Auftrag zu entsenden.“
Allerdings werde es auch in zwei Jahren nicht möglich sein, ohne aus anderen Verbänden ausgeliehenes Material auszukommen. „Aufgrund des Vorgehens mit Augenmaß und angesichts vorgesehener Rüstungszuläufe erwarte ich, dass der Umfang dieser Maßnahmen deutlich geringer ausfällt als bei der VJTF (L) 2019“, schreibt Generalleutnant Mais. Und: „Bedauerlich bleibt, dass fest eingeplante Projekte wie HUSAR zur Verbesserung der Aufklärungsfähigkeit und die qualifizierte Fliegerabwehr zur Abwehr von Drohnen aufgrund von Projektverzögerungen voraussichtlich nicht mehr zeitgerecht zu Beginn des VJTL (L)-Auftrages zur Verfügung stehen werden.“ Die Notwendigkeit, sich umfassend gegen Drohnenangriffe wehren zu können, hatte auch der Generalinspekteur vor wenigen Tagen in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ beschrieben.
Für den Inspekteur des Heeres seien mit der VJTF (L) 2019 Fortschritte bei der Wiedererlangung des „richtigen Mindsets für die Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung“ erzielt worden. Am Ziel, die Voraussetzungen für die Einsatzbereitschaft einer verstärkten Brigade in der Landes- und Bündnisverteidigung zu schaffen, sei man aber noch nicht angelangt.
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