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Der Stellenzuwachs erfolgt in erster Linie im Bereich der Zivilbeschäftigten der Bundeswehr. Archivfoto: DBwV/Mika Schmidt
Für die neue Mittelfristige Personalplanung der Bundeswehr (MPP) „ist die Neueinrichtung von ca. 300 militärischen Dienstposten und ca. 1.900 zivilen Dienstposten erforderlich“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg), mit der die Personalplanung der Bundeswehr für den Betrachtungszeitraum 2021 bis 2027 bekanntegegeben wird. 2.200 neue Dienstposten klingen vielversprechend, doch sehr schnell wird klar, dass beim Personalumfang der Bundeswehr von derzeit geplanten 203.000 Männern und Frauen gar kein Zuwachs zu erwarten ist. Der Umfang „orientiert sich am Fähigkeitsprofil der Bundeswehr und skizziert, wie die Bundeswehr der Zukunft personell aussehen soll“, heißt es in der Pressemitteilung. Demzufolge werden die rund 300 militärischen Dienstposten durch interne Umstrukturierungen erfolgen, und somit keine Auswirkung auf den Personalumfang der anvisierten 203.000 Soldatinnen und Soldaten haben. Ein deutlicher Zuwachs ist nur im Bereich der zivilen Dienstposten zu verzeichnen – von 67.800 auf 69.700 Haushaltsstellen, wobei sich hier durch die Möglichkeit von Halbtags-Anstellungen eine etwas höhere Gesamtzahl an Beschäftigten ergibt.
Im Fokus des von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgelegten Personalplans steht die Stärkung des Bundesamtes für den Militärischen Abschirmdienst (MAD) insbesondere im Bereich der Extremismusabwehr, die Stärkung der Nato-Kommandostruktur und die Wiederinbetriebnahme von Munitions- und Materiallagereinrichtungen.
Die Verteidigungsministerin gibt darüber hinaus bekannt, dass die Coronapandemie einen spürbaren „bremsenden Effekt in Sachen Personalgewinnung“ hinterlassen hat. Dennoch befinde sich die Bundeswehr seit dem personellen Tiefstand im Juni 2016 auf Wachstumskurs. Die Zahl von Berufs- und Zeitsoldatinnen und -soldaten ist seitdem um 9.000 angestiegen, der zivile Bereich um rund 3.600 Beamtinnen und Beamte.
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