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Vilnius. Inmitten der Spannungen im benachbarten Belarus (Weißrussland) werden in Litauen von Freitag (4. September) an neue Einheiten der US-Armee für militärische Übungen eintreffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius werden im Zuge einer regulären Truppenrotation neben Soldaten auch Kampffahrzeuge und Militärtechnik in das baltische EU- und Nato-Land verlegt.
Die Einheiten sollen als Teil der US-Operation «Atlantic Resolve» auf dem Militärstützpunkt Pabrade stationiert werden. «Diese Übungen der US-Truppen in Litauen sind vorgeplant und stehen nicht im Zusammenhang mit irgendwelchen Ereignissen in der Region», hieß es.
In Litauen stehen im Herbst mehrere größere Militärübungen an. Daran werden neben den US-Soldaten auch Truppen anderer Nato-Staaten teilnehmen. Darüber wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums auch der Verteidigungsattaché der belarussischen Botschaft in Vilnius informiert. Betont worden sei in dem persönlichen Treffen, dass sämtliche in Litauen stattfindenden Übungen defensiver Natur seien und sich nicht gegen irgendeinen Staat inklusive Belarus richten, teilte das Ministerium mit.
Mit «Atlantic Resolve» will die US-Armee die Nato-Alliierten in Osteuropa stärken. Erklärtes Ziel ist es, Frieden und Stabilität in Litauen und anderen östlichen Nato-Staaten zu sichern, die sich seit Ausbruch der Ukrainekrise um ihre Sicherheit sorgen. Die USA verlegen seit 2014 rotierende Einheiten an die Nato-Ostgrenze.
Neben US-Soldaten sind auch deutsche Truppen in Litauen präsent. Im Zuge des verstärkten Schutzes der Nato-Ostflanke führt die Bundeswehr in dem Baltenstaat ein multinationales Nato-Bataillon.
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