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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Die oberpfälzische Kaserne in Weiden trägt demnächst den Namen eines in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten. Foto: picture alliance / dpa | Christine Cornelius
Noch prangt in schwarzen Lettern auf weißem Untergrund der Name „Ostmark-Kaserne“ am Eingangstor des oberpfälzischen Standorts des Artilleriebataillons 131. Doch die Tage des Schildes sind gezählt.
Seit Jahren mehrte sich die Kritik an dem Namen „Ostmark“, ein nationalsozialistischer Begriff für das Gebiet Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Weidener Stadtrat eine Umbenennung des Standortes befürwortet, nun genehmigte auch das Verteidigungsministerium eine neue Namensgebung für die Kaserne in Weiden.
Kasernen und ihre Namen sind Teil des Traditionsverständnisses der Männer und Frauen, die in ihnen dienen. Eine Namensänderung erfolgt immer nach dem gleichen Prozess, der DBwV berichtete darüber bereits 2019. Die Initiative für die Benennung einer Kaserne liegt grundsätzlich bei der vor Ort stationierten Truppe, sofern diese sich im täglichen Dienst nicht mehr mit dem Kasernennamen identifizieren können. Nach einer Abstimmung mit Kommandeuren und Dienststellenleitern der Kaserne muss die Zustimmung des Inspekteurs des zuständigen militärischen Organisationsbereiches eingeholt werden. Im Anschluss ist die Stadt oder Gemeinde in der Entscheidung zu beteiligen und dann dem Verteidigungsministerium zur Genehmigung vorgelegt werden.
Ein würdiger Name für die Kaserne in Weiden
„Major-Radloff-Kaserne“ – das ist der neue Name, der bald am Eingang prangen wird. Jörn Radloff war der erste Soldat aus der Weidener Unteroffiziersschule, der in Afghanistan fiel. Der Major und zwei Kameraden verloren am 15. April 2010 durch einen Sprengsatz bei Baghlan ihr Leben. Weitere Hintergründe über den tragischen Einsatz gibt es hier in der Multimedia-Reportage des DBwV.
Es sei wichtig, dass diejenigen, die ihr Leben für die Verteidigung der freiheitlich demokratischen Grundwerte ließen, nicht vergessen werden, betont der Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt in der Digitalausgabe der Oberpfalz Medien. „Dass Stadt und Standort sich für diesen Namen entschieden haben, zeugt von dem Willen sich mit einem vorbildlichen Offizier zu identifizieren, aber auch die Verbundenheit der Angehörigen der Liegenschaft mit ihrem gefallenen Kameraden.“
Probleme mit „Nazi-Namen“ von Kasernen
Ebenso wie die „Ostmark-Kaserne“ gibt es bei der Bundeswehr noch diverse Standorte mit nationalsozialistischen Begrifflichkeiten oder Angehörigen der Wehrmacht im Namen und zwar nicht ausschließlich auf Seiten der Widerstandskämpfer. Beispielsweise die Marseille-Kaserne im Schleswig-Holsteinischen Appen, benannt nach Hans-Joachim Marseille, einem Vorzeige-Flieger der Nazi-Propaganda, nicht zu sprechen von den drei Rommel-Kasernen, die noch in Deutschland zu finden sind. Fest steht, bald wird Schluss sein mit zumindest fragwürdigen Namen und zwar spätestens mit der Änderung des rund 30 Jahre alten Traditionserlasses durch die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Jahr 2018. Darin heißt es eindeutig: „Die Bundeswehr pflegt keine Tradition von Personen, Truppenverbänden und militärischen Institutionen der deutschen (Militär-)Geschichte, die nach heutigem Verständnis verbrecherisch, rassistisch oder menschenverachtend gehandelt haben."
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