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Im Jakob-Kaiser-Haus: Albrecht Kiesner, Vorsitzender ERH im DBwV-Bundesvorstand, (3.v.r.) ist mit den Vertretern der World Veterans Federation um WVF-Präsident Dan Viggo Bergtun (2.v.l.) zu Gast bei MdB Fritz Felgentreu (SPD). Foto: DBwV/Schmidt
Berlin. Stark im Engagement für Veteranen ist der Deutsche BundeswehrVerband auch international: Mit einer Delegation von rund 40 Teilnehmern war die World Veterans Federation (WVF) beim DBwV in Berlin und tauschte sich über Arbeit für Veteranen aus. WVF-Präsident Dan-Viggo Bergtun hatte eine klare Botschaft dabei: „Deutschland braucht einen Veteranen-Tag.“
Schon lange besteht der enge Kontakt zwischen der internationalen Organisation für Veteranen und dem DBwV. Unter Federführung von Albrecht Kiesner, Vorsitzender Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene im DBwV-Bundesvorstand, kamen Vertreter aus verschiedenen Nationen in die deutsche Hauptstadt.
Ein Besuch beim Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu (SPD) stand ebenso auf dem Plan wie die Besichtigung des Reichstags. Der Austausch steht für die Organisation ganz oben auf der Prioritätenliste, um gemeinsam etwas für Veteranen weltweit auf den Weg zu bringen und sich ihrer Belange intensiver anzunehmen.
Die Veteranenarbeit in Deutschland sei schon vorbildlich für andere Staaten. „Es geht darum, dass wir voneinander lernen“, sagte der WVF-Präsident aus Norwegen. Insbesondere in einer Sache könne Deutschland von anderen lernen: „Es wird Zeit, dass Deutschland einen Veteranen-Tag bekommt“, betonte Bergtun mit Nachdruck.
So ein Tag rücke die Veteranen mehr in die Gesellschaft, ins Gedächtnis der Bürger, bringe Aufklärung und sei ein Ausdruck der Anerkennung. Diese hätten sie auf jeden Fall mehr verdient – überall auf der Welt. „In einigen Regionen, auch in Deutschland, müssen die Menschen ihre Häuser nachts nicht abschließen, bevor sie schlafen gehen. Und warum nicht? Weil Soldaten für ihre Sicherheit kämpfen und Veteranen dafür gekämpft haben.“ In einigen Ländern gebe es eine Kampagne „Dank und Umarmungen für Veteranen“, das sei auch ein Beweis der Wertschätzung.
Die Menschen müssten sich wieder ins Bewusstsein rufen, was Frieden und Freiheit bedeuten. „Viele glauben, das gebe es kostenlos. Das ist aber nicht so. Menschen riskieren dafür weltweit ihre Gesundheit und ihr Leben.“ Deswegen seien Veteranen auch Friedensbotschafter, „denn sie wissen, was Frieden bedeutet“. Schon achtmal sei die WVF, bestehend aus 122 Mitgliedsstaaten und 60 Millionen Mitgliedern, für den Friedensnobelpreis nominiert gewesen, so Bergtun.
Am Ende der zweitägigen Veranstaltung war Kiesner zufrieden. Der Vorsitzende ERH im Bundesvorstand betont aber, dass sich hierzulande noch einiges bewegen muss: „Diese Tagung hat uns deutlich vor Augen geführt, dass wir uns in Deutschland in den Veteranenfragen weiterentwickeln müssen. Hierbei können wir von unseren europäischen Nachbarn einiges lernen. Der Erfahrungsaustausch und die intensiven Diskussionen haben die Vielfalt in der Veteranenarbeit aufgezeigt. Von daher finde ich es bedauerlich, dass von den Veteranenverbänden aus Deutschland nur der DBwV hier vertreten war.“
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