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Mehr als 80 Teilnehmende hatte sich für die Tagungen der Berufssoldatinnen und -soldaten des LV Ost in diesem Jahr angemeldet. Foto: Emmrich
Am 26. und 27. Februar 2025 eröffnete der Landesverband (LV) Ost mit der Tagung mit Berufssoldatinnen und Berufssoldaten die diesjährige Reihe der Zielgruppentagungen.
Trotz einiger kurzfristiger Absagen hatten mehr als 80 Berufssoldatinnen und -soldaten den Weg nach Blankenfelde gefunden, um sich zu unterschiedlichen Themengebieten informieren zu lassen. Erfreut stellte der Tagungsleiter, Oberstleutnant Christian Pospischil in seinen Begrüßungsworten fest, dass sich in diesem Jahr überdurchschnittlich viele weibliche Teilnehmer zur Zielgruppentagung angemeldet hatten.
Der Justiziar des Deutschen BundeswehrVerbandes (DBwV), Christian Sieh, stieg dann in den inhaltlichen Abschnitt der Tagung ein. In seinem Vortrag konzentrierte sich Sieh auf die Änderungen der Wehrdisziplinarordnung, erläuterte den aktuellen Sachstand beim Thema Cannabiskonsum und informierte zu Neuerungen im Zusammenhang mit Anschlusstätigkeiten nach Dienstzeitende. Mit seiner fachlich hochversierten und überaus lebendigen Vortragsweise konnte er die teilweise sperrigen Sachverhalte gut darstellen und auf Grund vieler praktischer Beispiele verdeutlichen.
Im Anschluss war es dann der Vorsitzende des Landesverbandes Ost, Hauptmann Ralf Baasch, der den Teilnehmenden zahlreiche Informationen zur aktuellen Verbandspolitik vermittelte. Ein wesentlicher Teil nahmen dabei die Ausführungen zum Artikelgesetz ein, auf dessen Durchführungsbestimmungen und die damit verbundene Umsetzung der neuen Regelungen in der Truppe mit Spannung gewartet wird.
Der Leitende Wissenschaftliche Direktor Dr. Heiko Biehl aus dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellte die Krise der westlichen Allianz mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die Trump Administration vor. Seine Thesen entwickelte er gestützt auf Ergebnisse von empirischen Untersuchungen zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Bundeswehr in der Zeitenwende. Auch zu diesem Thema entwickelte sich eine angeregte Diskussion, welche auch nach dem Vortrag noch in Einzelgesprächen fortgeführt wurde.
Um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, sich untereinander über ihre Erlebnisse im Truppenalltag auszutauschen, stand zu Beginn des zweiten Tages ein Workshop auf der Agenda. Wesentlich Feststellung dabei war, dass es vielerorts an Personal und Material fehlt und es dadurch für die Frauen und Männer zu immer größeren Belastungen kommt. „Ewig kann das so nicht mehr weitergehen“, fasste ein Teilnehmer seine Eindrücke zusammen. Deutlich wurde in den Beiträgen auch, dass insbesondere die mangelnde Wertschätzung der Berufssoldatinnen und -soldaten als „Bestandskunden“ zu einer immer größeren Unzufriedenheit führt.
Fast schon traditionell trug zum Ende der Zielgruppentagung der Referatsleiter R 1 der Abteilung Recht des DBwV, Jens Körting, zu dem sehr umfangreichen Themenkomplex „Versorgung der Berufssoldatinnen und -soldaten“ vor. Körting gelang es dabei sehr viele rechtliche Vorgaben und die daraus erwachsenden Herausforderungen verständlich und anschaulich darzustellen. Die vielen teils auch individuellen Fragen während und nach dem Vortrag bewiesen wieder einmal, dass die Abteilung Recht eine hervorragende „Beratungsstelle“ für unsere Mitglieder ist.
Nach der Tagung konnte Stabsfeldwebel Marco Linke aus der Logistischen Steuerstelle Sondershausen feststellen, dass er sich als Multiplikator sehr gut vorbereitet fühlt, um die Kameraden in seiner Dienststelle über die Inhalte der Tagung zu informieren. Bei der Verabschiedung sagte Hauptfeldwebel Steffen Kaiser aus dem Gefechtsübungszentrum in Letzlingen: „Das war eine sehr gelungene Tagung. Ich komme gern wieder.“
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