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Mainz. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht trotz politischer Spannungen keine Einschränkungen in der militärischen Kooperation mit den USA. «Auf militärischer und auf zivilmilitärischer Ebene klappt die Zusammenarbeit exzellent», sagte der SPD-Politiker in Mainz. Dort schaute er sich auf einem Flugplatz mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer und Innenminister Michael Ebling (SPD) Technik der Landespolizei und der US Air Force zur Abwehr von Drohnen an.
«Das, was politisch läuft, ist das eine», sagte Pistorius weiter. Dass die Amerikaner künftig konventionell weniger in Europa machen wollten, sei klar gewesen. «Es zeichnet sich aber ab, dass das so passiert, dass keine gefährlichen Fähigkeitslücken entstehen.» Bei der militärischen Zusammenarbeit gebe es nach wie vor keine Abbrüche oder Irritationen. «Ganz im Gegenteil, wir setzen darauf, dass das weiter so läuft, weil die Zusammenarbeit sich bewährt hat und beide Seiten wissen, was sie voneinander haben.»
Landespolizei arbeitet eng mit US-Militär zusammen
Die rheinland-pfälzische Landespolizei arbeitet in der Drohnenabwehr eng mit dem US-Militär zusammen. In dem Bundesland liegen gleich mehrere US-Militärstützpunkte, darunter die große Airbase im pfälzischen Ramstein.
Ministerpräsident Schweitzer sagte, es gebe politische Debatten in den Vereinigten Staaten, in Europa und in Deutschland. «Aber da, wo wir mit unseren amerikanischen Partnern in Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten, ist die Zusammenarbeit in keiner Weise weniger intensiv als in den vergangenen Jahren.»
Neue Formen von Verträgen und Ausschreibungen
Pistorius betonte, Drohnentechnik entwickele sich schnell weiter, das stelle den Schutz vor Drohnenangriffen vor große Herausforderungen. Diesen kurzen Entwicklungszyklen müsste sich die Beschaffung von Technik anpassen. «Das muss immer State of the Art sein», sagte Pistorius. «Und das stellen wir mit neuen Formen von Beschaffungsverträgen und Ausschreibungen sicher.»
Rheinland-Pfalz hat laut Innenminister Ebling bislang rund drei Millionen Euro in Drohnentechnik investiert, insgesamt würden voraussichtlich sieben bis acht Millionen benötigt. «Wir nehmen massiv mehr Drohnen wahr», sagte Ebling.
Laut Ministerium wurden alleine in den ersten zwei Monaten dieses Jahres in Rheinland-Pfalz 52 Drohnensichtungen registriert, davon zehn über militärischen Liegenschaften sowie neun über kritischer Infrastruktur, etwa Einrichtungen aus dem Energie-, Gesundheits-, Entsorgungs- oder Wassersektor. 2025 waren es 399 Sichtungen im Land.
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