Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Mama, warum hast du eine Uniform?
Eine Frau, die mutig für ein anderes Leben kämpfte
Kameradschaft und Selbstverständnis
„Die Bundeswehr braucht eine Revolution“
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Erinnerung an die Gefallenen vom OP North
Erzählen Sie Ihre Veteranengeschichte!
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Soldaten vom Jägerbataillon 413 nehmen mit dem GTK Boxer an der Übung Griffin Lightning 2023 auf dem Truppenübungsplatz Pabrade/Litauen teil. Foto: Bundeswehr/Jana Neumann
Noch im Juni war eigentlich alles klar. Bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) deutlich positioniert: „Wir werden jährlich zwei Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aufwenden.“ Die Zielmarke war 2014 von den NATO-Partnern festgeschrieben worden.
Stoltenberg begrüßte nicht nur die Nationale Sicherheitsstrategie Deutschlands. „Sie bestätigt das starke Bekenntnis Deutschlands zur NATO“, sagte der Norweger. Die Entscheidung Deutschlands, künftig zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, wertete er sogar als „historisch“.
Die Bundesregierung hatte nun eigentlich vor, das Zwei-Prozent-Ziel der NATO als jährliches Ziel in das Finanzierungsgesetz für den kommenden Haushalt zu schreiben. Doch im am Mittwoch im Kabinett verabschiedeten Entwurf sei der entsprechende Passus gestrichen worden, berichteten verschiedene Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ und „Der Spiegel“ (Paywall).
Statt eines klaren Bekenntnisses zu den NATO-Verpflichtungen und den NATO-Partnern bleibe es bei der bisherigen Formulierung im Gesetz zum 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen. Die Quote von zwei Prozent solle nur im mehrjährigen Durchschnitt eingehalten werden.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbands, Stabsfeldwebel Thomas Schwappacher, bedauerte den Verzicht auf ein klares Bekenntnis zum Zwei-Prozent-Ziel: „Die Entscheidung der Bundesregierung schürt in der Truppe die Verunsicherung, dabei hätte sie gerade in diesen Zeiten klare finanzielle Rahmenbedingungen für eine sichere Zukunft mehr als nötig.“
Laut „Spiegel“ ist der Rückzieher der Bundesregierung vor allem auf Druck der Grünen erfolgt. Das von Annalena Baerbock geführte Auswärtige Amt habe sich gegen die gesetzliche Verankerung der NATO-Quote ausgesprochen. Eine große Mehrheit Deutschen ist laut einer Umfrage dafür, dass die Bundesregierung jedes Jahr mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgibt.
In diesem Jahr wird die Bundesregierung nach Berechnungen des ifo-Instituts rund 64 Milliarden Euro für die Verteidigung ausgeben. Das wären 1,6 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung, und 17 Milliarden Euro weniger als die in der NATO vereinbarte Maßgabe von zwei Prozent.
Zurück zur Liste der Beiträge
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: