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Brigadegeneral Olaf Rhode: "Wir als Landstreitkräfte sind nur dann erfolgreich, wenn alle Truppengattungen zusammenarbeiten." Foto: Bundeswehr / Dorow
Dieses Jahr fand in Dresden erstmalig die sogenannte Heeresprägungswoche für Offizieranwärter und Offizieranwärterinen statt. Brigadegeneral Olaf Rohde, Kommandeur der Offizierschule des Heeres, erläutert die besondere Bedeutung der Prägungswoche in der Gesamtausbildung der Offiziere.
PIZ Heer: Herr General, welche Eindrücke haben Sie nach der Umstellung auf „Truppe ab dem ersten Tag“ von der neuen Struktur der Offizierausbildung im Deutschen Heer?
Brigadegeneral Olaf Rohde: Ich habe einen guten Eindruck. Viele der jungen Kameradinnen und Kameraden waren in den vergangenen Monaten zur Ausbildung in unserer Spracheninspektion. Dabei haben sie einen sehr guten Eindruck hinterlassen, auch mit Blick auf Motivation, Auftreten und körperliche Leistungsfähigkeit. Auf die Frage, was sie werden wollen, kommt von ihnen nicht nur die allgemeine Antwort Offizier, sondern klar und eindeutig Panzeroffizier, Artillerieoffizier und so weiter. Da merkt man, dass der bisherige Ausbildungsschwerpunkt Truppengattung und die dortige Prägung Früchte tragen.
Die letzte Woche vor dem Studium ist die „Prägungswoche“, die neu hinzugekommen ist. Was ist so wichtig daran? Seit ihrem Dienstantritt wurden die Offizieranwärter ja im Wesentlichen in ihrer Truppengattung ausgebildet. Darauf aufbauend wollen wir in der Prägungswoche den ersten Schritt gehen, den Jahrgang übergreifend zusammenzubringen. Konkret geht es dabei um drei Dinge. Erstens wollen wir den Offizieranwärter noch vor Beginn des Studiums ein erstes Bild davon geben, wie Landstreitkräfte in ihrer Gesamtheit in Operationen funktionieren. Zweitens wollen wir ihnen verdeutlichen, dass wir als Landstreitkräfte nur dann erfolgreich sind, wenn alle Truppengattungen zusammenarbeiten und wir als Team eine Gemeinschaftsleistung erbringen. Und drittens wollen wir den jungen Kameradinnen und Kameraden aufzeigen, welche Aufgaben und Anforderungen das für Offiziere mit sich bringt und welches berufliche Selbstverständnis das erfordert.
Reichen fünf Tage Prägungswoche, um zu vermitteln, was ein Offizier des Heeres verinnerlicht haben muss, um seinem Beruf gerecht zu werden? Nein, das reicht natürlich nicht und den Anspruch haben wir auch nicht. Die Ausbildung von Offizieren dauert schon einige Jahre in verschiedenen Abschnitten. Aber die Prägungswoche hat ihren sehr besonderen Anteil an der Gesamtausbildung unserer Offiziere. Sie bringt erstmalig und sehr früh in der Ausbildung alle Offizieranwärter, die Führung des Heeres und die Generale der Truppengattungen an einem Ort zur Ausbildung und zum Kennenlernen zusammen.
Welchen Rat für die Zukunft geben Sie den jungen Frauen und Männern mit ins Marschgepäck? Alles das, was in der Ausbildung noch vor ihnen liegt und alles das, was danach folgt, ist erfüllend und lohnt alle Mühen. Sie haben es selbst in der Hand, etwas daraus zu machen. Aber von nichts kommt nichts und dafür müssen sie schon einiges tun und mitarbeiten. Konkret empfehle ich allen, sich geistig, fachlich und körperlich fit zu halten und Teamplayer zu sein. Vor allem aber fordere ich sie auf, selbstbewusst anzupacken, den Mut zu haben, Dinge einfach zu tun, sich etwas zuzutrauen, ihre Ecken und Kanten zu behalten und immer authentisch zu bleiben.
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