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Die Einführung eines Veteranentages in Deutschland wäre ein wichtiger Schritt in Sachen Anerkennung der Leistungen der Bundeswehrangehörigen. Foto: picture-alliance/dpa/Ronald Wittek
Die Stärkung von Veteranenkultur und -politik in Deutschland ist eines der Ziele, für die sich der Deutsche BundeswehrVerband engagiert. Eine klare Forderung könnte bald umgesetzt werden.
Drei Mal hat Oberstleutnant i.G Marcel Bohnert in den vergangenen anderthalb Jahren wichtige Multiplikatoren aus der Veteranenbewegung zu Workshops geladen, zuletzt sogar in den Räumen des Deutschen Bundestags. Jedes Mal waren die Treffen ein Gewinn: Die Teilnehmer tauschten sich aus, berichteten über eigene Aktivitäten, Probleme und Ideen, um das Thema voranzubringen. „Allen war und ist dabei bewusst: Es liegt an uns. Wir müssen an dem Thema dranbleiben und aktiv werden“, sagt Bohnert, der als Stellvertreter des DBwV-Bundesvorsitzenden das Thema verantwortet. Insbesondere wegen der bevorstehenden Invictus Games hätten die Teilnehmer in Gesellschaft, Ministerium und Politik Rückenwind für ihre Anliegen gespürt. Aus den Tagungen mit Einsatzveteranen und Verwundeten ist zudem ein Buch hervorgegangen, das Anfang September unter dem Titel „Deutschlands Veteranen – (Über)Leben nach dem Einsatz“ im renommierten Mittler-Verlag erscheinen wird.
Die Veteranenbewegung ist in Deutschland noch eine Graswurzelbewegung, es gibt zahlreiche Initiativen, in erster Linie von Soldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan gedient haben. „Für eine echte, in der Gesellschaft verankerte Veteranenkultur fehlen noch die Rahmenbedingungen“, so Bohnert. Im Schulterschluss mit jüngeren Veteranenverbänden hat Bohnert deshalb im vergangenen Jahr eine weitere Initiative aufgesetzt: einen Flyer mit gemeinsamen Forderungen zur Verbesserung von Anerkennung und Wertschätzung für Veteranen. „Wenn es um eine bessere Wahrnehmung für Veteranen geht, geht es immer auch um eine bessere Wahrnehmung für den Soldatenberuf im Allgemeinen“, so Bohnert. Deshalb beträfen die Anliegen auch alle Soldatinnen und Soldaten.
Bei einer Forderung des DBwV geht es derzeit in großen Schritten voran: Im Herbst soll in Berlin ein Veteranenbüro eröffnet werden, das unter anderem als Anlaufstelle für – in erster Linie ehemalige – Veteranen dienen soll. Das Projekt startet als Pilot und wird in einigen Jahren evaluiert. „Das ist ein großer Schritt nach vorne. Wenn sich die Einrichtung bewährt, sollte sie auf weitere Städte ausgeweitet werden“, so Bohnert.
Im Idealfall aus der Mitte der Gesellschaft
Eine klare Forderung, die der Deutsche BundeswehrVerband bereits seit Jahren erhoben hat, ist die nach der Einführung eines jährlich wiederkehrenden Veteranentags. Durch öffentliche Veranstaltungen könnten Veteranen und Gesellschaft an diesem Tag näher zusammengebracht werden. „Im Idealfall kommt diese Initiative aus der Mitte der Gesellschaft und wird nicht von oben verordnet“, so Bohnert. So sei es angemessen, wenn die Einführung eines solchen Tages im Deutschen Bundestag vorangetrieben würde. Wie der Tag ausgestaltet werden könnte? Bohnert: „Strukturen wachsen mit der Zeit. Wichtig ist, dass endlich eine Grundlage geschaffen wird. Wir brauchen einen Veteranentag!“ Welches Datum ausgewählt werde, sei zweitrangig. Ideal sei ein Tag, der einen Bezug zu den Invictus Games im September in Düsseldorf habe. Genau wie viele andere Vertreter aus der Veteranenbewegung hofft Bohnert nun darauf, dass der Bundespräsident, der die Abschlussrede auf den Invictus Games halten wird, das Thema aufgreift und vorantreibt.
Weitere Informationen zum Status Quo der Veteranenkultur und zu den Forderungen der deutschen Veteranenbewegung unter https://www.dbwv.de/veteranen
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