12.10.2026
lb/ki

Bad Arolsen-Wolfhagen-Hochsauerland: Klüger als Betrüger

In einem hochinteressanten Vortrag zum Thema „Klüger als Betrüger“ wurden die anwesenden Mitglieder der Kameradschaft Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene im Deutschen BundeswehrVerband e.V. Bad Arolsen-Wolfhagen-Hochsauerland von den ausgebildeten Sicherheitsberatern Hartmut Vogt, Ralf Meister und Hartmut Wolf (Polizeibeamter – Polizeistation Wolfhagen; Schutzmann vor Ort) im September in einer Mitgliederversammlung in Wolfhagen-Viesebeck informiert. 

Telefonbetrug ist eine weit verbreitete Form der Kriminalität, bei der Täter immer wieder ihre Opfer telefonisch unter Druck setzen und versuchen, an Geld, Wertgegenstände oder persönliche Daten zu gelangen. Besonders häufig werden ältere Menschen angesprochen. Die Täter geben sich dabei beispielsweise als Angehörige, Polizeibeamte, Bankmitarbeiter oder andere Vertrauenspersonen aus. Im Mittelpunkt standen typische Situationen aus dem Alltag: Ein vermeintlicher Angehöriger meldet sich und behauptet, dringend Geld zu benötigen. Bei einem Schockanruf wird beispielsweise von einem schweren Unfall oder einer angeblichen Straftat berichtet. Andere Anrufer geben sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Bankmitarbeiter oder andere Amtsträger aus und versuchen, ihre Opfer zur Herausgabe von Geld, Wertsachen oder persönlichen Daten zu bewegen. 

Zu den bekannten Methoden gehören der Enkeltrick, Schockanrufe, Anrufe durch falsche Bankmitarbeiter sowie das Auftreten als falsche Polizeibeamte. Obwohl sich die Vorgehensweisen unterscheiden, haben sie ein gemeinsames Ziel: Das Opfer soll verunsichert werden, um unter Zeitdruck möglichst schnell eine Zahlung oder die Herausgabe von Informationen zu veranlassen. Im Vortrag wurde klar erläutert, woran solche Anrufe erkannt werden können, wie man richtig reagiert und welche einfachen Verhaltensregeln im Ernstfall helfen. Dabei blieb ausreichend Zeit für Fragen, und es war ein lebhafter Austausch mit den eigenen Erfahrungen der anwesenden Mitglieder. Eine der wichtigsten Empfehlungen lautet: Ruhe bewahren, sich nicht unter Druck setzen lassen und im Zweifel das Gespräch beenden. Polizei, Behörden oder Banken fordern Bürgerinnen und Bürger nicht dazu auf, aufgrund eines unerwarteten Telefonanrufs Bargeld oder Wertsachen an fremde Personen zu übergeben.

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