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Bezirksvorsitzender Franz Jung (v.l.), Pierre Clouet, stellv. Generalskonsul Republik Frankreich, Bernhard Pohl (MdL), Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, Kommandeur Sanitätsakademie der Bundeswehr sprachen am Rande der Festveranstaltung über derzeitige Herausforderungen der Bundeswehr. Foto: Franz Jung
Mit einem Festakt beging der Freistaat Bayern den 67. Geburtstag der Bundeswehr. Das Ostallgäu war mit dem örtlichen Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (Freie Wähler) und dem Bezirksvorsitzenden Bairisch Schwaben Franz Jung aus Halblech vertreten.
Dr. Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden, hielt eine beeindruckende Festrede. Sie bezeichnete die Bundeswehr als „Lebensversicherung für Frieden und Freiheit“ und plädierte leidenschaftlich dafür, den Soldaten die bestmögliche Ausstattung, aber auch den nötigen Respekt entgegenzubringen. Die inzwischen 90-Jährige bezeichnete sich als ausgesprochene Patriotin und bekannte: Dieses Land ist es wert, verteidigt zu werden. Ihr Vater wollte nach den Schrecken der Gräueltaten der Nationalsozialisten diesem Land eine zweite Chance geben, nach Ansicht von Charlotte Knobloch zurecht. Ihre Rede vollendete sie mit den Worten: Gott schütze unser Land!
Am Rande der Veranstaltung sprachen Pohl und Jung über derzeitige Herausforderungen der Streitkräfte mit Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, dem Leiter der Sanitätsakademie der Bundeswehr, und dem stellvertretenden Generalkonsul der Republik Frankreich, Pierre Clouet. Bernhard Pohl, der auch Sprecher der Freie Wähler-Landtagsfraktion für Fragen der Bundeswehr ist, betonte, dass der Sanitätsbereich in der Bundeswehr zukünftig noch an Bedeutung gewinnen wird. Die Herausforderungen durch biologische und chemische Kampfstoffe erforderten eine fundierte Ausbildung und mehr Personal als bisher. Gerade die Standorte im Allgäu seien hierfür prädestiniert. Das künftige Sanitätsregiment in Kaufbeuren, aber auch die ABC-Ausbildung in Sonthofen könnten hier einen wertvollen Beitrag leisten, wovon auch der Standort der beiden Einheiten in Füssen profitieren werde. Der Allgäuer Landtagsabgeordnete warb nachdrücklich dafür, die Stationierung des Sanitätsregiments zu beschleunigen und die Kompetenzen in den Allgäuer Standorten noch stärker als bisher bei der Neuaufstellung der Bundeswehr zu berücksichtigen.
Franz Jung stellte als Bezirksvorsitzender im Landesverband Süddeutschland des BundeswehrVerbandes die besondere Verbundenheit des Allgäus mit den Streitkräften heraus. Die Bundeswehr biete attraktive und hochqualifizierte Arbeitsplätze. Davon profitiere die Region, umgekehrt auch die Bundeswehr, weil die Menschen im Allgäu einen speziellen Bezug und eine Nähe zu den Streitkräften haben.
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