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Vilnius. In Litauen hat die Bundeswehr mit Vorbereitungen für eine Übung zum verstärkten Schutz des NATO-Partners begonnen. Nach Angaben des litauischen Militärs sollen dazu in dieser Woche etwa 600 Soldaten der deutschen Brigade samt Ausrüstung für ein Manöver mit der Armee des baltische EU- und NATO-Landes eintreffen. Ein Bundeswehr-Sprecher in Rukla bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die ersten Soldaten am Montag aus Deutschland nach Litauen aufgebrochen sind. Weitere Truppen sollen in den kommenden Tagen folgen. Nach Verlegung der Einsatzkräfte soll die gemeinsame Übung «Griffin Lightning» am 28. Februar beginnen.
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hatte die NATO einen verstärkten Schutz an der Ostflanke beschlossen. Deutschland soll dabei eine Kampftruppen-Brigade mit 3000 bis 5000 Soldaten für Litauen führen, deren Führungsstab im Herbst 2022 in Rukla in Dienst gestellt wurde und dauerhaft vor Ort ist. Der größte Teil der Truppen wird in Deutschland bereitgehalten - sie sollen regelmäßig für Übungen in das an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus grenzende Litauen kommen.
Ziel der Übungstätigkeiten in 2023 ist der Bundeswehr zufolge, die Interoperabilität mit den litauischen Streitkräften zu erhöhen. Geübt werden soll zugleich auch die zügige Truppenverlegung von deutschen Standorten nach Litauen. In Rukla führt Deutschland schon seit 2017 auch einen NATO-Gefechtsverband mit derzeit etwa 1600 Soldaten. Davon gehören mehr als die Hälfte der Bundeswehr an.
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